Folgenreicher Patzer entscheidet wichtiges Duell
In einem hochbrisanten Aufeinandertreffen im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze hat ein einzelner Fehler das Spiel entschieden. RB Leipzigs Torwart Maarten Vandevoordt (23) leitete mit einem verhängnisvollen Fehlpass in der 56. Minute die 0:1-Niederlage bei der VfB Stuttgart ein. Deniz Undav (29) nutzte die Gabe eiskalt zum Siegtor für die Schwaben.
Vandevoordt: Überragend bis zum fatalen Moment
Bis zu diesem folgenschweren Patzer hatte der belgische Torhüter eigentlich ein überragendes Spiel gezeigt und seine Mannschaft mehrfach vor einem früheren Rückstand bewahrt. „Ein total schlechter Ball von mir. Sie nutzen das dann gnadenlos aus und am Ende entscheidet dieser eine Fehler das Spiel“, analysierte ein sichtlich frustrierter Vandevoordt nach dem Abpfiff bei der DFL.
Die Enttäuschung des jungen Torwarts war auf dem Rasen deutlich zu spüren. Doch anstatt den Einzelnen zum Sündenbock zu machen, verteilten seine Teamkollegen die Verantwortung für die Pleite auf mehrere Schultern.
Teamkollegen stellen sich hinter den Torwart
Torjäger Christoph Baumgartner (26) zeigte Verständnis für die Situation seines Mitspielers: „Das passiert. Er ist ein junger Torwart, der unfassbar gut ist und eine große Karriere vor sich hat. Klar tut es weh, dass in so einem Spiel ein Fehler passiert. Aber am Ende des Tages kann man genauso sagen, dass ich den bei 0:0 reinschießen muss.“
Der Österreicher verwies dabei auf seine eigene vergebene Großchance in der 33. Minute, als er völlig frei vor dem Stuttgart-Tor den Ball über das Tor schoss. „Beim Torwart sieht es halt doppelt scheiße aus. Da gibt es keinen großen Vorwurf“, so Baumgartners klare Worte.
Auch Rechtsverteidiger Ridle Baku (27) stellte sich hinter den Vertreter des verletzten Stammtorwarts Peter Gulacsi (35/Knie): „Maarten hat uns in anderen Spielen schon den Arsch gerettet. Fehler passieren, das wird ihn nicht umwerfen.“
Champions-League-Träume in ernster Gefahr
Die Niederlage in Stuttgart bringt RB Leipzig in eine prekäre Situation im Kampf um die international begehrten Champions-League-Plätze. Nur drei Tage nach dem glücklichen 2:1-Sieg gegen Augsburg, bei dem Vandevoordt mit einem gehaltenen Elfmeter noch als Matchwinner gefeiert wurde, folgte nun der herbe Rückschlag.
Baumgartner betonte die Dringlichkeit der kommenden Aufgaben: „Wir haben am Freitag ein ganz wichtiges Spiel wieder gegen einen direkten Konkurrenten und da werden wir alles daran setzen, zu gewinnen. Wir sind in einer ganz wichtigen Phase der Saison.“
Am Freitagabend (20.30 Uhr) erwartet die Sachsen das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim – ein direktes Duell um die europäischen Plätze. Für Vandevoordt bedeutet dies die unmittelbare Chance zur Rehabilitation, für RB Leipzig eine Pflichtaufgabe im Kampf um die Champions-League-Teilnahme.
Die Lehren aus Stuttgart
- Ein einzelner Fehler kann in Spitzenspielen über Sieg und Niederlage entscheiden
- Teamzusammenhalt zeigt sich besonders in schwierigen Momenten
- Die mentale Stärke junger Spieler wird in Drucksituationen auf die Probe gestellt
- Die Champions-League-Qualifikation bleibt das erklärte Saisonziel von RB Leipzig
Während die Statistiken den Patzer von Vandevoordt festhalten, dokumentiert die Reaktion seiner Mitspieler gleichzeitig den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. In der entscheidenden Phase der Saison wird sich zeigen, ob diese Solidarität in punkto Ergebnisse Früchte trägt.



