Leverkusen-Boss Carro wütet nach Remis: „Wo ist der Stieler, der Blödmann?!“
Leverkusen-Boss Carro wütet nach Remis gegen Mainz

Wutausbruch in Leverkusen: Klub-Boss Carro attackiert Schiedsrichter Stieler

Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden von Bayer Leverkusen gegen den FSV Mainz 05 in der Bundesliga entlud sich die Frustration von Geschäftsführer Fernando Carro in einem spektakulären Wutausbruch. Der 61-Jährige stürmte nach Abpfiff durch die Katakomben der BayArena und suchte gezielt den Schiedsrichter Tobias Stieler.

„Wo ist der Stieler, der Blödmann?!“

Carro ließ seiner Wut freien Lauf, als er durch die Interview-Zone lief und lautstark nach dem Unparteiischen rief: „Wo ist der Stieler, der Blödmann?!“ Der Leverkusen-Boss war sichtlich erregt über die Leistung seiner Mannschaft und eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung.

Zuvor hatte Carro bereits in der Spielerkabine seiner Enttäuschung Luft gemacht. „Ich habe den Spielern auf Spanisch gesagt: ‚Ihr müsst aufwachen‘“, erklärte der Geschäftsführer. „Ich glaube, dass wir keine gute Leistung gezeigt haben, besonders in der ersten Hälfte. Am Ende haben wir es ja versucht, aber man kann nicht 50 Minuten oder 80 Minuten so spielen, meiner Meinung nach.“

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Umstrittene Elfmeterentscheidung als Zündfunke

Der konkrete Auslöser für Carros Wut war eine Szene in der 67. Spielminute. Nach einer Leverkusen-Ecke sah der Klub-Boss ein klares Foul an Jarrell Quansah im Mainzer Strafraum. Schiedsrichter Stieler piff jedoch nicht auf Elfmeter, und Mainz konterte anschließend zum 1:0.

„Ich habe gesehen, dass zwei von uns am Boden lagen“, analysierte Carro die Situation. „Ich habe mir die Szene noch mal angeschaut und gesehen, dass Quansah erst fällt, Patrik Schick dann versucht sich in den Raum zu bewegen, um an den Ball zu kommen. Ein Mainzer zieht ihn runter. Für mich ist das ein klarer Elfer.“

Kritik am Videoassistenten und Reaktionen

Besonders ärgerte Carro, dass auch der Videoassistent (VAR) nicht eingriff. „Ich habe den Schiri gefragt: Warum hat der Videoassistent nicht eingegriffen? Die Antwort: Der Videoassistent meinte, es sei eine 50:50-Situation, beidseitiges Ringen. Ich habe es anders gesehen“, so der Leverkusen-Boss.

Auch Leverkusens Trainer äußerte sich deutlich zu der Szene: „Wenn das kein Elfmeter ist, dann muss mir jemand die Regeln erklären. Ich verstehe, Kohr hat seine Augen nur auf Schicky. Wir haben den VAR – es ist für mich unfassbar.“

Mainz-Trainer Urs Fischer zeigte sich dagegen zurückhaltend: „Ich habe es nicht gesehen…“ – eine Antwort, die beim Leverkusen-Trainer nur Kopfschütteln auslöste: „Sehr, sehr gute Antwort.“

Spät erzielter Ausgleich bringt Punkt

Trotz der kontroversen Entscheidung und der schwachen Leistung über weite Strecken rettete Leverkusen durch Jarrell Quansahs späten Treffer noch einen Punkt. Die Enttäuschung bei Fernando Carro war dennoch groß, was sich in seinem emotionalen Auftritt nach Spielende manifestierte.

Der Vorfall wirft Fragen auf bezüglich der Schiedsrichterleistung und der VAR-Interventionen in der Bundesliga. Carros deutliche Worte werden sicherlich für weitere Diskussionen in der Fußballwelt sorgen, insbesondere da sie öffentlich und in dieser Direktheit geäußert wurden.

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