FCK-Trainer Lieberknecht plant kreative Umgehung der Kontaktsperre
Für Torsten Lieberknecht, den 52-jährigen Trainer des 1. FC Kaiserslautern, bedeutet das Top-Spiel am Samstagabend beim VfL Bochum eine besondere Herausforderung. Nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Paderborn ist der energiegeladene Coach gesperrt und muss das Spiel von der Tribüne aus verfolgen – doch er hat bereits einen Plan entwickelt, um trotzdem Einfluss zu nehmen.
Das strikte DFL-Regelwerk und Lieberknechts Gegenstrategie
Das Regelwerk der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht eindeutig vor: In der Zeit von 30 Minuten vor Anpfiff bis 30 Minuten nach Abpfiff herrscht absolute Kontaktsperre zwischen gesperrten Trainern und der Mannschaft. Dies bedeutet ein striktes Verbot von Funkverkehr zur Bank, Kabinenansprachen oder digitaler Kommunikation wie WhatsApp in den Innenraum.
Doch Lieberknecht kündigte gegenüber BILD an, diese Hürde umdribbeln zu wollen. „Wir machen nachher einen kleinen Plan, wie wir die Kommunikationswege aufrechterhalten“, verriet der erfahrene Trainer. Da der direkte Draht zu Co-Trainer Carsten Rump (44) am Spielfeldrand verboten ist, setzt Lieberknecht auf Mittelsmänner. „Das muss alles über Dritte laufen“, erklärte er offen.
Die praktische Umsetzung und Vertrauensfrage
Im Klartext bedeutet dies: Lieberknecht sucht nach legalen Wegen, seine taktischen Impulse über Umwege an die Mannschaft zu senden, ohne gegen die DFL-Statuten zu verstoßen. Eine mögliche Methode wäre, Informationen an eine vertrauenswürdige Person auf der Tribüne weiterzugeben, die diese dann an die Bank weiterleitet.
Gleichzeitig betonte Lieberknecht das volle Vertrauen in seinen Co-Trainer: „Carsten wird das Ganze federführend übernehmen“. Die genaue Position im Ruhrstadion, von der aus Lieberknecht den besten Blick auf das Spielgeschehen und optimale Kommunikationswege hat, wird erst kurzfristig entschieden.
Statistische Rückendeckung für den FCK-Trainer
Trotz aktueller Herausforderungen beim FCK erhält Lieberknecht interessante statistische Unterstützung: Mit durchschnittlich 1,61 Punkten pro Spiel ist er der punktbeste Trainer des Vereins seit Kosta Runjaic vor über einem Jahrzehnt. Auf diese Zahl angesprochen, musste Lieberknecht lächeln: „Das ist schön. Ich hätte gerne mehr. In der Winterpause hatte ich mal 1,83 Punkte pro Spiel. Schön. Weitermachen. Danke.“
Genau dieses Motto – Weitermachen – gilt auch für das wichtige Auswärtsspiel in Bochum, bei dem Lieberknecht trotz seiner Sperre versuchen wird, aus der Ferne taktischen Einfluss zu nehmen.



