FA-Cup-Debakel: Liverpool kassiert demütigende 0:4-Niederlage bei Manchester City
Im Viertelfinale des englischen FA Cups erlebte der FC Liverpool eine bittere und demütigende 0:4-Niederlage beim Erzrivalen Manchester City. Die Partie entwickelte sich zu einer einseitigen Vorführung der Citizens, die viele Liverpool-Fans bereits nach nur einer Stunde Spielzeit zur vorzeitigen Heimreise veranlasste.
Fans verlassen frühzeitig das Stadion
Bereits in der 57. Minute, als Erling Haaland das 4:0 für Manchester City erzielte, zeigten TV-Kameras leere Blöcke in der Liverpool-Fankurve. Viele Anhänger der Reds hatten offenbar genug von der desaströsen Leistung ihrer Mannschaft gesehen und verließen das Etihad Stadium deutlich vor Spielende.
Mohamed Salahs glücklose Abschiedstournee
Besonders bitter verlief der Abend für Mohamed Salah, der seinen Abschied vom FC Liverpool zum Saisonende bereits angekündigt hat. Der ägyptische Stürmer, einst gefeierter Held des Clubs, verschoss in der 64. Minute einen Elfmeter, der höchstens noch zur Schadensbegrenzung gedient hätte. Statt eines möglichen 1:4 verschlimmerte der Fehlschuss nur die ohnehin schon desaströse Bilanz des Tages.
Schon in der 14. Minute hatte Salah eine große Chance vergeben, als er nach einem langen Abschlag von Torhüter Giorgi Mamardashvili frei auf das City-Tor zulief, aber aus spitzem Winkel weit vorbeischoss. Ein Querpass auf den mitgelaufenen Florian Wirtz hätte möglicherweise zur Führung führen können.
Erling Haaland dominiert das Spiel
Während Salah glücklos agierte, zeigte Erling Haaland einmal mehr seine Torjägerqualitäten. Der norwegische Stürmer erzielte alle drei Tore für Manchester City und war maßgeblich für den Einzug ins Halbfinale verantwortlich. Haaland traf in der 39. Minute per Elfmeter zur Führung, erhöhte kurz vor der Halbzeitpause per Kopf auf 2:0 und komplettierte in der 57. Minute mit seinem dritten Treffer zum 4:0 sein herausragendes Spiel.
Damit erhöhte der Stürmer seine Torausbeute auf wettbewerbsübergreifend 33 Treffer in 44 Pflichtspielen dieser Saison – eine beeindruckende Bilanz, die so manche Diskussion über eine angebliche schwächere Phase des Norwegers relativiert.
Trainer-Situation bei beiden Clubs
Das Viertelfinale fand vor dem Hintergrund von Trainerdiskussionen bei beiden Mannschaften statt. Bei Manchester City musste Pep Guardiola die Partie wegen einer Gelbsperre von der Tribüne aus verfolgen, was sich jedoch nicht als Nachteil erwies. Guardiola gab per Telefon Anweisungen an die Bank weiter, wo mit Pepijn Lijnders ein kompetenter Vertreter agierte. Der Niederländer war zuvor sechs Jahre lang Assistent von Jürgen Klopp in Liverpool gewesen und brachte somit Insiderwissen mit.
Bei Liverpool hingegen wächst der Druck auf Trainer Arne Slot. Die City-Fans sangen kurz vor Spielende, Slot werde am nächsten Morgen entlassen. Obwohl sich die Verantwortlichen der Reds offiziell bedeckt geben, wird die Tatsache, dass mit Xabi Alonso einer der aufregendsten Trainer der Welt und eine frühere Liverpool-Ikone derzeit ohne Job ist, in Anfield kaum übersehen worden sein.
Ausblick für beide Teams
Für Manchester City geht es im FA Cup nun ins Halbfinale, wo der Gegner noch nicht feststeht. Nach dem bereits gewonnenen League Cup besteht damit die reale Chance auf einen weiteren Pokalerfolg dieser Saison. In der Premier League scheint der FC Arsenal derzeit jedoch kaum zu stoppen, weshalb der FA Cup die letzte realistische Titelchance der Citizens darstellen dürfte.
Liverpool kann seine enttäuschende Saison nur noch über die Champions League retten. Dort wartet in der kommenden Woche im Viertelfinale das Hinspiel bei Paris Saint-Germain. Für Mohamed Salah beginnt unterdessen eine Abschiedstournee, die mit diesem Debakel in Manchester einen denkbar schlechten Start nahm.



