Vom Reservisten zur Schlüsselfigur: Looslis Aufstieg in Bochum
Noah Loosli erlebt beim VfL Bochum eine beeindruckende Entwicklung. Der 29-jährige Schweizer Innenverteidiger, der 2023 ablösefrei vom FC Zürich in den Pott wechselte, konnte sich zunächst nicht durchsetzen und wurde sogar in der Rückrunde 2024/25 an Fürth ausgeliehen. Doch unter Cheftrainer Uwe Rösler hat sich seine Situation komplett gedreht.
Unter Rösler zur unverzichtbaren Kraft
Seit dem Pokalspiel gegen Augsburg im Oktober verpasste Loosli keine einzige Pflichtspielminute mehr. Gemeinsam mit Philipp Strompf bildet er eine feste Größe im Abwehrzentrum des VfL. Intern wird der Zopfträger als absoluter Vollprofi geschätzt, der genau auf Schlaf und Ernährung achtet, regelmäßig Extraschichten nach dem Training absolviert und sich vorbildlich verhält.
Vertragsgespräche laufen - Ausgang offen
Aktuell läuft Looslis Engagement beim VfL Bochum im Sommer aus. Wie BILD erfuhr, gab es bereits erste Gespräche zwischen Spieler und Verein über eine mögliche Verlängerung. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ist durchaus im Bereich des Möglichen, doch der Ausgang bleibt ungewiss. Die Situation ist für beide Seiten neu, denn Loosli hat erstmals seit seiner Ankunft eine kontinuierliche Stammplatzgarantie.
Baustelle Innenverteidigung: Komplexe Entscheidungssituation
Die zentrale Verteidigung dürfte in der kommenden Transferperiode zur Kernbaustelle werden. Neben Loosli läuft auch der Vertrag von Erhan Masovic aus, der den Vorteil hat, auch auf der Sechser-Position einsetzbar zu sein und seine Qualitäten in 94 Bundesliga-Spielen unter Beweis gestellt hat. Zudem dürfte Kevin Vogt keine große Lust haben, eine weitere Zweitliga-Saison zwischen Bank und Tribüne zu pendeln, wobei sein Abgang kein Selbstläufer ist.
Die Qualitätsfrage: Reicht es für höhere Ansprüche?
Bei Loosli stellt sich die entscheidende Frage, ob seine Qualität ausreicht, um mit Bochum in der kommenden Spielzeit in höheren Tabellenregionen anzugreifen. Der VfL möchte sich wieder in besseren Positionen der Tabelle etablieren. Sollte ein neuer Abwehr-Boss verpflichtet werden, müsste sich Loosli erneut dem Konkurrenzkampf stellen – möglicherweise zunächst als Nummer zwei. Der Schweizer, der inzwischen reichlich Startelf-Luft geschnuppert hat, wird seinen Platz nicht einfach hergeben.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Looslis beeindruckende Entwicklung unter Rösler mit einem neuen Vertrag beim VfL Bochum belohnt wird oder ob beide Seiten getrennte Wege gehen. Die Entscheidung hängt nicht nur von sportlichen, sondern auch von finanziellen und strategischen Überlegungen ab.



