Felix Magath hat sich im SPORT1 Doppelpass begeistert über den aktuellen Lauf des FC Bayern München geäußert. Der 72-jährige Ex-Trainer zog dabei einen Vergleich zu einem Bundesliga-Konkurrenten und warnte zugleich vor allzu großer Euphorie.
Magath: „Bei Bayern funktioniert jetzt alles“
Beim 4:3-Sieg des FC Bayern beim FSV Mainz 05 hatte Trainer Vincent Kompany seine Startelf auf gleich acht Positionen verändert. Diese Maßnahme trug wohl dazu bei, dass der alte und neue Deutsche Meister zur Pause mit 0:3 zurücklag. Magath zeigte sich grundsätzlich skeptisch beim Thema Rotation, ordnete die Situation der Münchner jedoch anders ein.
„Wenn wir allgemein über Fußball reden, muss ich sagen: Ich halte nicht viel vom Rotieren. Bei Bayern funktioniert es jetzt, bei Bayern funktioniert jetzt alles“, sagte der ehemalige Bayern-Trainer im Doppelpass. „So etwas haben wir noch nie gesehen im deutschen Fußball“, wählte der 72-Jährige einen Superlativ für den aktuellen Lauf der Bayern.
Vergleich mit Bayer Leverkusen
Magath zog einen spannenden Vergleich: „Auch die Bayern waren schon viel harmonischer in den letzten Jahren, aber dass so wie jetzt alles funktioniert, das hatten wir vielleicht zum letzten Mal vor zwei, drei Jahren bei Bayer Leverkusen. Da konnte Trainer Xabi Alonso auch machen, was er wollte, und alles hat geklappt und die haben dann noch in der 94. Minute ein Tor geschossen. So ist das jetzt auch.“
Dennoch warnte Magath: „Das ist jetzt wunderbar, aber diese Situation wird nicht ewig anhalten. Wir werden es dann nach dem nächsten Spiel in der Champions League sehen, wie es dann weitergeht.“ Am Dienstag reist der FC Bayern zum Hinspiel im Halbfinale der Königsklasse zu Titelverteidiger Paris Saint-Germain (21 Uhr im LIVETICKER).
Effenberg: „Gefühlt unbezwingbar“
Auch Stefan Effenberg beurteilte die Selbstverständlichkeit der Bayern als besonders. „Das Pokal-Halbfinale in Leverkusen war auch enorm wichtig, um mit einem guten Gefühl in die entscheidende Phase zu gehen. Du bist gefühlt unbezwingbar“, sagte der SPORT1-Experte zum furiosen Comeback in Mainz. „Dass du so ein Spiel drehen kannst, ist immer gut für eine Mannschaft.“



