Magdeburgs Abstiegskampf: Warum der Frust beim 1. FC Magdeburg wächst
Der 1. FC Magdeburg steht nach einer späten 0:1-Niederlage beim SV Elversberg auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Mit nur noch neun Spieltagen vor Saisonende muss der Traditionsklub um den Klassenerhalt bangen. Die Niederlage liegt den Blau-Weißen schwer im Magen und der Frust innerhalb der Mannschaft wächst spürbar.
Chancenvergabe und Defensivprobleme belasten den FCM
Die Stürmer des 1. FC Magdeburg ließen in Elversberg beste Torchancen ungenutzt. Mateusz Zukowski, der zuvor in elf Spielen elf Tore erzielt hatte, vergab gleich zwei Großchancen. Auch sein Sturmpartner Richmond Tachie blieb ohne Treffer. Die Defensive leistete zwar solide Arbeit, wurde aber nicht mit einem torlosen Unentschieden oder gar einem Sieg belohnt. Zusätzlich sorgte ein Zwischenfall mit Spielmacher Baris Atik und einem Fan für weiteren Unmut.
Trainer Petrik Sander als Psychologe gefordert
Trainer Petrik Sander (65) sieht sich nun in der Rolle des Psychologen. „Mir tun die Jungs leid. Der Auftritt war so in dieser Stabilität nicht zu erwarten. Was die Jungs rausgehauen haben, nötigt mir allergrößten Respekt ab. Ich muss da jetzt erst einmal ein bisschen Aufbauarbeit leisten“, erklärte der Trainer nach dem Spiel. Besonders bei den Stürmern erkennt Sander Handlungsbedarf.
Sander warnte davor, die Leistung von Zukowski überzubewerten: „Wir dürfen da jetzt nicht zu viel hineininterpretieren und bitte auch nicht von Ladehemmung sprechen. Wenn man so gehypt wird, so trifft und so wichtig für die Mannschaft wird, ist es doch klar, dass er das fortsetzen will. Aber keiner bricht einen Stab über ihn, weil er zweimal nicht getroffen hat.“
Sander gibt Ratschläge aus eigener Stürmer-Erfahrung
Als ehemaliger Stürmer selbst kann Sander seinen Spielern wertvolle Tipps geben. „Man braucht auch als Stürmer mal ein Quentchen Glück. Das Tor ist ja nicht leer, da steht jemand drin. Von Stürmern, die jetzt nicht das erste Mal auf ein Tor schießen, erwarte ich auch mal ein gewisses Maß an Ruhe am Ball und nicht so überhastet zu sein“, so der Trainer.
Die kommenden Wochen werden für den 1. FC Magdeburg entscheidend sein. Mit nur noch neun Spieltagen bleibt wenig Zeit, um den Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen. Die Mannschaft muss nun zusammenzurücken und die vergebenen Chancen in zukünftigen Spielen besser nutzen, um den angestrebten Klassenerhalt zu sichern.



