Marokkos Fußballverband entlässt Regragui: Ouahbi wird neuer Nationalcoach
Marokko: Ouahbi ersetzt Nationalcoach Regragui

Trainerwechsel bei Marokkos Nationalmannschaft kurz vor WM-Start

Nur knapp drei Monate vor dem ersten Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft vollzieht der marokkanische Fußballverband einen überraschenden Trainerwechsel. Am Donnerstagabend gab der Verband die Trennung von Walid Regragui bekannt und ernannte gleichzeitig Mohamed Ouahbi zum neuen Chefcoach der sogenannten "Atlas-Löwen".

Unterschiedliche Darstellungen der Trennung

Interessanterweise existieren zwei verschiedene Versionen zu den Umständen des Wechsels. Während der Nationalverband offiziell von einer Entlassung spricht, stellt der bisherige Coach Regragui seine Ablösung als freiwilligen Rücktritt dar. In einer TV-Livesendung im marokkanischen Fernsehen erklärte der 50-Jährige: "Ich lege mein Amt mit Loyalität, Dankbarkeit und der Gewissheit nieder, meinem Land gedient zu haben." Diese Äußerung erfolgte fast zeitgleich mit der offiziellen Mitteilung seines bisherigen Arbeitgebers.

Regraguis umstrittene Position nach Africa-Cup-Niederlage

Die Diskussionen um die Position des Nationaltrainers hatten bereits nach Marokkos Endspielniederlage beim Africa Cup zu Jahresbeginn im eigenen Land gegen Senegal begonnen. Seit diesem enttäuschenden Ergebnis war Regragui bei den nordafrikanischen Fußballfans und Verbandsverantwortlichen zunehmend umstritten. Der Ex-Nationalspieler hatte den Trainer-Posten bei Marokko ursprünglich im Sommer 2022 übernommen und bereits Ende desselben Jahres einen bemerkenswerten Erfolg erzielt.

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Historischer WM-Erfolg unter Regraguis Führung

Unter der Leitung von Walid Regragui erreichte die marokkanische Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Katar 2022 das Halbfinale - ein historischer Erfolg für den afrikanischen Fußball. Der frühere Abwehrspieler führte seine Elf damit weiter als je zuvor eine afrikanische Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft. Nach fast vierjähriger Tätigkeit endet nun jedoch seine Ära beim marokkanischen Verband.

Herausfordernde WM-Gruppe für Nachfolger Ouahbi

Für den neuen Nationaltrainer Mohamed Ouahbi wartet gleich zu Beginn seiner Amtszeit eine große Herausforderung. Marokko spielt beim bevorstehenden WM-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada in der Vorrundengruppe C. Die Afrikaner treffen dabei auf den Rekordweltmeister Brasilien, Schottland und Haiti. Ouahbi muss seine Mannschaft in der verbleibenden Vorbereitungszeit optimal auf diese anspruchsvollen Gegner einstellen.

Der Trainerwechsel erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da nur wenige Wochen bis zum WM-Start verbleiben. Ob die Entscheidung des Verbands sich als richtig erweist oder ob der Wechsel die Mannschaft destabilisiert, wird sich in den kommenden Spielen zeigen müssen. Sicher ist, dass alle Blicke nun auf den neuen Coach Mohamed Ouahbi gerichtet sind, der die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen und gleichzeitig seine eigenen Akzente setzen muss.

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