Marokkos Erfolgstrainer Walid Regragui tritt vor WM 2026 zurück
Marokkos Erfolgstrainer tritt vor WM 2026 zurück

Trainer-Beben bei WM-Geheimfavorit Marokko

Marokko gilt als einer der größten Geheimfavoriten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – doch nun tritt Erfolgstrainer Walid Regragui (50) kurz vor dem Turnier überraschend zurück. Der Nationaltrainer gab seine Entscheidung auf einer Pressekonferenz bekannt und begründete diesen Schritt mit der Notwendigkeit neuer Impulse für die Mannschaft.

Regragui begründet seinen Rücktritt

„Die Mannschaft braucht ein neues Gesicht, neue Energie und eine neue Perspektive mit einem neuen Trainer“, erklärte Regragui öffentlich. Er fügte hinzu: „Ich denke, die Mannschaft braucht vor der Weltmeisterschaft neuen Schwung, eine neue Vision, um weiter voranzukommen.“ In den vergangenen Wochen hatten sich bereits Hinweise auf seinen bevorstehenden Abschied verdichtet, doch die endgültige Bestätigung sorgte dennoch für Aufsehen.

Über den Rücktritt Regraguis hatte zunächst das Online-Portal „Fußballtransfers“ berichtet. Lokalen Medien zufolge soll der marokkanische Fußballverband die Entscheidung zunächst nicht akzeptiert und versucht haben, den erfolgreichen Trainer zum Bleiben zu bewegen – allerdings ohne Erfolg.

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Ouahbi übernimmt das Nationalteam

Als Nachfolger wurde umgehend Mohamed Ouahbi vorgestellt, der die Nationalmannschaft um den früheren Dortmunder Achraf Hakimi übernimmt. Ouahbi war zuletzt als U23-Coach tätig und hatte 2025 die U20-Auswahl des Landes erstmals zum Weltmeistertitel geführt. Seine Ernennung markiert einen Generationswechsel an der Spitze des marokkanischen Fußballs.

Sportlich wenig Gründe für den Abschied

Aus sportlicher Perspektive sprach wenig für einen Abschied Regraguis. Unter seiner Führung arbeitete sich Marokko bis auf Platz acht der FIFA-Weltrangliste vor. Der frühere Coach von Wydad Casablanca hatte das Nationalteam im August 2022 übernommen und nur wenige Monate später bei der Winter-WM in Katar sensationell ins Halbfinale geführt.

Zuletzt erreichten die „Löwen vom Atlas“ das Finale des Afrika-Cups, verloren dort jedoch nach Verlängerung gegen Senegal. Diese beeindruckende Bilanz macht den Rücktritt umso überraschender und unterstreicht die Bedeutung des Trainerwechsels für die WM-Vorbereitung.

Marokkos WM-Ambitionen in Gruppe C

Die Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Marokko trifft in Gruppe C auf Brasilien, Schottland und Haiti. Aufgrund der starken Leistungen in den vergangenen Jahren zählt das Team zu den größten afrikanischen Hoffnungsträgern im Rennen um den WM-Titel.

Selbst internationale Größen wie Ex-Nationalspieler Toni Kroos (36) äußerten sich kürzlich positiv zur Favoritenrolle Marokkos. In einem gemeinsamen Interview mit der brasilianischen Fußball-Legende Romário antwortete Kroos auf die Frage nach seinen WM-Tipps: „Eine Überraschung. Ich würde Marokko sagen.“ Er betonte zudem: „Sie sind technisch stark. Sie haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert.“

Dieses ambitionierte Ziel verfolgt Marokko nun ohne Walid Regragui an der Seitenlinie. Die Amtszeit des erfolgreichen Trainers endet damit vorzeitig, während sich das Team unter neuer Führung auf die Herausforderungen der Weltmeisterschaft vorbereitet.

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