Marokkos Nationaltrainer Regragui tritt vor WM 2026 zurück - Nachfolger Ouahbi übernimmt
Marokkos Trainer Regragui tritt vor WM zurück - Nachfolger steht

Marokkos Nationaltrainer Walid Regragui tritt überraschend vor WM 2026 zurück

In einer überraschenden Wendung hat Marokkos Nationaltrainer Walid Regragui knapp drei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko seinen Rücktritt erklärt. Der 50-jährige Trainer bestätigte diesen Schritt auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am späten Donnerstagabend.

Regragui begründet seinen Entschluss mit notwendigem Neuanfang

„Die Mannschaft braucht ein neues Gesicht, neue Energie und eine neue Perspektive mit einem neuen Trainer“, erklärte Regragui seine Entscheidung. Er betonte weiter: „Ich denke, die Mannschaft benötigt vor der Weltmeisterschaft neuen Schwung, eine neue Vision, um weiter voranzukommen. Meine Entscheidung zu gehen ist Teil der Entwicklung dieser Mannschaft.“

Bereits nach der Niederlage im Finale des Afrika Cups gegen Senegal hatte Regragui laut Berichten der französischen Sportzeitung L'Équipe seinen Rücktritt angeboten. Der marokkanische Fußballverband versuchte vergeblich, ihn umzustimmen.

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Nachfolger Mohamed Ouahbi übernimmt mit erfahrenem Co-Trainer

Der Nachfolger steht bereits fest: Mohamed Ouahbi, der im vergangenen Jahr Marokkos U20-Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel bei der Junioren-Weltmeisterschaft führte, tritt in die großen Fußstapfen Regraguis. „Ich bin nicht hier, um etwas aufzubauen, denn die Grundlagen sind bereits vorhanden. Ich bin hier, um weiterhin Leistung zu bringen“, sagte Ouahbi bei seiner Vorstellung.

Zudem verriet der neue Nationaltrainer, dass Joao Sacramento, der bei Rom und Paris Saint-Germain unter José Mourinho arbeitete, sein Co-Trainer werden wird. Interessant ist, dass laut spanischen Medienberichten der ehemalige Barcelona-Coach Xavi Hernández als Favorit auf die Nachfolge galt, das WM-Projekt aber so kurz vor dem Turnier nicht übernehmen wollte.

Emotionaler Abschied von Spielern und erfolgreiche Ära

In seiner knapp vierjährigen Amtszeit prägte Regragui die wohl erfolgreichste Ära des marokkanischen Fußballs. 2022 führte er die Mannschaft sensationell bis ins Halbfinale der WM in Katar. Beim Afrika Cup Anfang dieses Jahres verlor er mit Marokko erst im Endspiel.

Nationalspieler Achraf Hakimi verabschiedete sich emotional von seinem Ex-Trainer: „Deine Führungsqualitäten, deine Leidenschaft und deine Vision haben nicht nur die Spieler inspiriert, sondern auch ein ganzes Land und Millionen von Fans auf der ganzen Welt.“ Hakimi fügte hinzu: „Walid Regragui, vielen Dank für die außergewöhnliche Arbeit, die du als Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft geleistet hast.“

WM-Ausblick: Marokko in anspruchsvoller Gruppe

Bei der WM 2026 befinden sich die „Löwen vom Atlas“ in einer anspruchsvollen Gruppe mit Fußball-Weltmacht Brasilien, Schottland und Underdog Haiti. Der neue Trainer Ouahbi übernimmt damit eine Mannschaft mit hohen Erwartungen, die unter Regraguis Führung internationale Erfolge feierte.

Parallel zu den Trainerwechseln wird Andrés Iniesta, ehemaliger Teamkollege von Xavi, als neuer Sportdirektor des marokkanischen Fußballverbandes gehandelt. Diese personellen Veränderungen kurz vor dem WM-Start sorgen für Spannung im marokkanischen Fußball.

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