Real Madrid: Mega-Talent Mastantuono vor dem Aus?
Mastantuono: Karriere bei Real Madrid in Gefahr

Als Franco Mastantuono im Sommer zu Real Madrid wechselte, galt er als großes Versprechen für eine königliche Zukunft. Der Argentinier brachte den Ruf mit, zu den größten Talenten im Weltfußball zu gehören. Nicht umsonst zahlte Real unglaubliche 45 Millionen Euro Sockel-Ablöse, die auf bis zu 63 Millionen ansteigen kann, für den damals 17-Jährigen an River Plate. Für den argentinischen Traditionsverein hatte er zu dem Zeitpunkt bereits einige überzeugende Auftritte hingelegt.

Dass er nicht unter mangelndem Selbstbewusstsein leidet, bewies er auch gleich bei seiner Vorstellung in Madrid, als er mit markigen Worten auf sich aufmerksam machte: „Meine beste Version habe ich noch lange nicht erreicht. Die kommt erst noch.“ Acht Monate später wartet der spanische Rekordmeister weiter auf genau diese verbesserte Version. Vielmehr noch: Aktuell sieht man in Madrid eher eine Entwicklung in die andere Richtung.

Ähnliche Statistiken wie Real-Stars Viní und Rodrygo

Dabei schien die Verbindung zwischen Real Madrid und dem jungen Talent aus Südamerika perfekt. Mit der Strategie, sich solche Talente frühzeitig zu sichern, hatten die Königlichen zuletzt oft Erfolg gehabt. Mit Rodrygo und ganz speziell Vinícius Jr. hatten zwei Flügelspieler, die Real im jungen Alter aus Südamerika verpflichtet hatte, großen Anteil an den zahlreichen Erfolgen der vergangenen Jahre. In diese großen Fußstapfen sollte auch Mastantuono hineinwachsen. Seine Statistiken in Südamerika lasen sich ähnlich. Für River Plate kam er in 64 Einsätzen auf zehn Treffer und sieben Vorlagen. Zum Vergleich: Viní Jr. brachte es in 69 Spielen für Flamengo Rio de Janeiro auf 14 Tore und fünf Vorlagen, Rodrygo für Santos in 80 Einsätzen auf 17 Treffer und acht Assists. Für Mastantuono sprach zudem, dass er speziell auf der großen Bühne, also bei Spielen in der Copa Libertadores oder im Superclásico gegen die Boca Juniors, mit seinen Leistungen herausstach, nachdem er im Januar 2024 als 16-Jähriger debütiert hatte.

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Mastantuono fällt nach ordentlichem Start in Ungnade

Ansätze seiner Qualitäten zeigte er dann auch zum Start der Saison bei Real. Den 45-Millionen-Mann, der am liebsten auf dem rechten Flügel spielt, zeichnen speziell sein starkes Dribbling und sein guter Abschluss mit dem linken Fuß aus. Unter Xabi Alonso kam der Argentinier regelmäßig, auch von Beginn an, zum Einsatz. So startete er beispielsweise in den beiden ersten Champions-League-Spielen der Königlichen und bereitete beim 5:0-Sieg bei Kairat Almaty sogar einen Treffer vor. Bis November kam er in 13 von 15 Pflichtspielen zum Einsatz und stand davon sogar in zehn Spielen in der Startformation. Doch ausgerechnet nach seinem ersten Spiel über 90 Minuten beim 4:0-Sieg gegen Valencia begann sein Abstieg mit einer Schambeinentzündung. In der Startelf stand er seitdem nur noch dreimal. Spätestens seit dem Trainerwechsel von Xabi Alonso zu Álvaro Arbeloa ist er fast komplett außen vor. Insgesamt kommt er in dieser Saison auf 30 Einsätze (aber nur 1265 Minuten), drei Treffer und eine Vorlage. Zudem zog sich der Argentinier auch noch den Ärger von Arbeloa zu. Nach einer verbalen Entgleisung in Richtung des Schiedsrichters Alejandro Muñiz Ruiz gegen Getafe flog er mit Rot vom Platz. „Wir dürfen uns solche Aktionen nicht leisten“, kritisierte der Coach daraufhin seinen Youngster.

Wird Mastantuono der neue Reinier?

Und so droht Mastantuono, statt dem Beispiel von Vinícius oder Rodrygo zu folgen, eher der nächste Reinier zu werden. Der Brasilianer war 2020 für 30 Millionen zu Real gewechselt, fasste aber bei Real nie Fuß und kam nicht einmal für die erste Mannschaft zum Einsatz. Ganz so dramatisch ist die Lage für den Argentinier natürlich noch nicht. Ein Wechsel, zumindest auf Leihbasis, könnte in naher Zukunft aber dennoch auch für den 18-Jährigen anstehen. Die Marca berichtete zuletzt konkret darüber, dass bei den Königlichen immer mehr Stimmen laut werden, die eine Leihe des Argentiniers im kommenden Sommer fordern. Bereits im Winter soll es konkrete Angebote gegeben haben. Diese soll das Mastantuono-Lager aber abgeblockt haben. Ob sich die Meinung seitdem geändert hat, ist offen. Eine Luftveränderung könnte dem jungen Argentinier aber definitiv guttun. Sonst besteht die Gefahr, dass er bei den Königlichen schnell komplett auf das Abstellgleis gerät.

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