César Luis Menotti: Fußball-Philosoph und Bewunderer von Jogi Löw
Menotti: Fußball-Philosoph und Löw-Bewunderer

César Luis Menotti, der kettenrauchende Fußball-Philosoph und argentinische Weltmeister-Trainer von 1978, ist am 5. Mai 2024 im Alter von 85 Jahren gestorben. Er wurde nicht nur als erfolgreicher Coach, sondern auch als „Welterklärer des Fußballs“ zur Ikone. Seine Bewunderung für Joachim Löw und die deutsche Nationalmannschaft machte ihn spät im Leben zum Deutschland-Fan.

Ein Leben für den Fußball

Menotti prägte den Fußball weit über seine Erfolge hinaus. Er war bekannt für seine philosophisch-poetischen Gedanken über das Spiel, seine Integrität und seine Weigerung, sich von der Militärjunta in Argentinien vereinnahmen zu lassen. Seine Karriere begann mit der WM 1974 in Deutschland, wo Argentinien scheiterte und er als junger Trainer den Neuaufbau für die Heim-WM 1978 einleitete. Mit 35 Jahren führte er Argentinien zum ersten WM-Titel, mit Stars wie Daniel Passarella und Mario Kempes.

Einfluss auf den deutschen Fußball

Menotti verfolgte die Entwicklung des deutschen Fußballs mit großem Interesse. Er respektierte die Weltmeister-Elf von 1974 als ideale Mischung aus Ordnung und individueller Qualität. Kritisch äußerte er sich über Franz Beckenbauers Trainerqualitäten und verteidigte Bernd Schuster, den er als „blonden Engel“ sah. Ab 2006 begeisterte ihn das Sommermärchen und die „Revolution des guten Geschmacks“ unter Joachim Löw. Er lobte den mutigen, kollektiven und schönen Fußball der DFB-Elf, die 2014 Weltmeister wurde.

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Der „Welterklärer des Fußballs“

Nach seiner Trainerzeit war Menotti als TV-Experte, Kolumnist und Interviewpartner aktiv. Er vermittelte seine Ideale: Fußball als Kunst, die Schönheit über nackten Ergebnisfußball stellt. Er zog Verbindungen zu Literatur, Malerei und Musik und betonte die Notwendigkeit von harter Arbeit und Disziplin für große Kunst. Sein politisches Credo „linker und rechter Fußball“ ist vielzitiert.

Menotti hinterlässt ein Vermächtnis als einer der einflussreichsten Fußball-Denker. Seine Bewunderung für den deutschen Fußball und Joachim Löw war der ultimative Ritterschlag für die moderne DFB-Elf.

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