Mexiko verstärkt Sicherheitsmaßnahmen für WM 2026 in Guadalajara
Der Co-Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, Mexiko, bereitet sich mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen auf die Spiele in Guadalajara vor. Hintergrund ist die konkrete Sorge vor der Einreise kolumbianischer Drogenhändler, die während des Turniers ihre kriminellen Aktivitäten ausweiten könnten.
Alarmbereitschaft in Jalisco
Roberto Alarcon, der Generalkoordinator für strategische Sicherheit im Bundesstaat Jalisco, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Wir sind in ständiger Alarmbereitschaft.“ Bereits jetzt habe man einige kolumbianische Staatsbürger, die ihre Anwesenheit in der Region nicht begründen konnten, in ihr Heimatland zurückgeschickt. Diese Personen seien offenbar gekommen, „um von einem der Drogenkartelle rekrutiert zu werden“.
Trend zu organisierten kriminellen Gruppen
Seit einiger Zeit beobachten die Behörden einen besorgniserregenden Trend: Ehemalige kolumbianische Soldaten und Guerillakämpfer schließen sich zunehmend organisierten kriminellen Gruppen an. Während der WM, die vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, bestehe nun die akute Gefahr, dass diese über getarnte Touristenpakete nach Mexiko einreisen.
Besonders der Spielort Guadalajara, die Landeshauptstadt von Jalisco, gilt als gefährdet. Alarcon erklärte dazu: „Dies ist leider ein Ort von Interesse für bestimmte Kriminelle, die hier ihre Geschäfte machen wollen.“ In Guadalajara werden insgesamt vier Gruppenspiele der Weltmeisterschaft ausgetragen.
Umfangreiche Sicherheitsausstattung
Um die Sicherheit während der WM zu gewährleisten, rüstet sich die Stadt mit einem umfassenden Maßnahmenpaket:
- Mehr als 2.000 Überwachungskameras werden installiert.
- Drohnen und spezielle Anti-Drohnen-Teams kommen zum Einsatz.
- Luft- und Bodeneinheiten sind in erhöhter Bereitschaft.
Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Spielstätten, sondern auch die umliegenden Bereiche schützen und potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen. Die mexikanischen Behörden betonen, dass die Sicherheit der Spieler, Zuschauer und Einwohner oberste Priorität hat.
Die Situation unterstreicht die komplexen sicherheitspolitischen Herausforderungen, die mit der Ausrichtung einer globalen Sportveranstaltung wie der Fußball-WM verbunden sind. Mexiko steht dabei vor der Aufgabe, ein sicheres Umfeld zu schaffen, während gleichzeitig die Gefahr durch internationale Drogenkartelle abgewehrt werden muss.



