Millionen-Klage gegen Lionel Messi: Betrugsvorwürfe wegen ausgefallener Freundschaftsspiele
Millionen-Klage gegen Messi: Betrugsvorwürfe bei Freundschaftsspielen

Millionen-Klage gegen Lionel Messi: Betrugsvorwürfe wegen ausgefallener Freundschaftsspiele

Der argentinische Fußball-Superstar Lionel Messi (38) und der argentinische Fußballverband sehen sich mit schwerwiegenden rechtlichen Vorwürfen konfrontiert. Wie mehrere US-Medien, darunter „TMZ“, berichten, wurde am Dienstag in Florida eine Klage wegen Betrugs und Vertragsbruchs eingereicht. Der Fall betrifft zwei Freundschaftsspiele der argentinischen Nationalmannschaft aus dem vergangenen Jahr, bei denen Messi vertraglich zum Einsatz verpflichtet gewesen sein soll.

Vertragliche Verpflichtungen nicht erfüllt

Die Klage stammt von dem in Miami ansässigen Unternehmen „VID“, das auf die Organisation großer Sport- und Musikveranstaltungen spezialisiert ist. Laut Klageschrift hatte „VID“ die Exklusivrechte für zwei Freundschaftsspiele erworben, die Argentinien im Oktober 2025 gegen Venezuela und Puerto Rico bestreiten sollte. In dem Vertrag sei festgehalten worden, dass Lionel Messi in jedem der beiden Spiele mindestens 30 Minuten auf dem Platz stehen müsse, sofern er nicht verletzt sei.

Für diese vertragliche Zusage zahlte „VID“ dem argentinischen Fußballverband umgerechnet knapp 6 Millionen Euro. Doch bereits das erste Spiel am 11. Oktober 2025 gegen Venezuela im Hard Rock Stadium in Miami entwickelte sich zum Desaster für den Veranstalter. Messi stand nicht im Aufgebot und verfolgte die Partie, die Argentinien mit 1:0 gewann, stattdessen mit seiner Familie von einer Luxus-Loge aus.

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Verletzungsvorwand in Frage gestellt

Die Begründung für Messis Ausfall wirft erhebliche Fragen auf. Denn bereits am darauffolgenden Tag erzielte der mehrfache Weltfußballer beim 4:0-Sieg seines Vereins Inter Miami gegen Atlanta United FC zwei Tore. Diese schnelle Rückkehr aufs Spielfeld lässt Zweifel an der Glaubwürdigkeit einer Verletzung als Grund für sein Fehlen beim Länderspiel aufkommen.

Auch das zweite Freundschaftsspiel wenige Tage später brachte für „VID“ erhebliche Probleme mit sich. Zwar stand Messi beim 6:0-Sieg gegen Puerto Rico diesmal auf dem Platz, doch die Veranstaltung musste kurzfristig von Chicago in eine kleinere Arena in Fort Lauderdale verlegt werden. Laut Klage führte diese Verlegung zu einem finanziellen Verlust von knapp einer Million Euro für das Unternehmen.

Widersprüchliche Begründungen für Spielverlegung

Über die wahren Gründe für die Verlegung des Puerto-Rico-Spiels kursieren widersprüchliche Berichte. Zunächst wurde behauptet, die Maßnahme sei aufgrund von Protesten und Demonstrationen gegen den damaligen US-Präsidenten Donald Trump (79) notwendig gewesen. Später hieß es, geringe Ticketverkäufe hätten zur Entscheidung geführt.

In der Klageschrift wird zudem angeführt, dass der argentinische Fußballverband als Entschädigung für die entstandenen Schäden ein zukünftiges Spiel gegen China im Jahr 2026 in Aussicht gestellt habe. Dieses Ersatzspiel sei jedoch bislang nicht zustande gekommen, was die finanzielle Belastung für „VID“ weiter verschärft habe.

Die Klage wirft grundsätzliche Fragen zur Vertragstreue im Profisport auf und könnte weitreichende Konsequenzen für die beteiligten Parteien haben. Sowohl Lionel Messi als auch der argentinische Fußballverband müssen sich nun vor einem US-Gericht für die Vorwürfe des Betrugs und Vertragsbruchs verantworten.

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