Millionen-Wirbel um RB Leipzigs Superstar Diomande: Ex-Berater zieht vor Gericht
Er ist der absolute Unterschiedsspieler bei RB Leipzig: Yan Diomande, erst 19 Jahre alt, überzeugt mit herausragenden Leistungen auf dem Rasen und wurde mit seinem Siegtor gegen Gladbach erneut zum Matchwinner in dieser Saison. Europas Top-Klubs stehen bei dem ivorischen Flügelflitzer bereits Schlange, und die Sachsen hoffen auf einen zukünftigen Transfer, bei dem die Ablösesumme erstmals in der Klubgeschichte über 100 Millionen Euro liegen könnte. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig, denn der Beraterwechsel des Talents führt zu einem handfesten Rechtsstreit.
Beraterwechsel zu Jay-Zs Agentur löst Konflikt aus
Im Fokus steht der Wechsel Diomandes von der Agentur „Maxidel Management“ zur von Rap-Star Jay-Z geführten US-Firma „Roc Nation“ im Februar. Diese Agentur betreut auch Real Madrids Star Vinicius Junior. Diomandes ehemaliger Berater, der frühere Profi Max Gradel, soll nun vor den internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen sein, wie der Kicker berichtet. Gradel pocht darauf, dass der Leipzig-Star vertraglich noch immer exklusiv an „Maxidel“ gebunden ist.
Bereits im Februar hatte die Agentur in einer Stellungnahme betont, dass der Wechsel „einen klaren Verstoß gegen die vertraglich vereinbarten Pflichten“ darstellt. Die Erfolgsaussichten dieses Rechtsstreits sind jedoch unklar, da sich in diesem Geschäft vieles in einer rechtlichen Grauzone bewegt. Trotzdem steht Diomandes Entscheidung fest: Der Flügelflitzer von der Elfenbeinküste hat erst in dieser Woche seinen ersten Deal mit seiner neuen Agentur abgeschlossen.
Neuer Ausrüstervertrag und Vertragsverhandlungen
„Roc Nation“ vermittelte Diomande einen exklusiven Ausrüstungsvertrag mit dem amerikanischen Sportartikelhersteller New Balance. Für sein neues Werbegesicht zahlt die US-Marke geschätzte 3 Millionen Euro pro Jahr, wobei die Summe durch Boni noch deutlich ansteigen kann. Zudem sollen Diomandes neue Berater Verhandlungen mit RB Leipzig über einen besser dotierten Vertrag inklusive einer Ausstiegsklausel forcieren – und das können sie unabhängig vom aktuellen Berater-Wirbel tun.
Allerdings gab es nach Informationen der BILD bisher noch keine konkreten Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen um Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer. Der Fall zeigt, wie komplex und lukrativ das Geschäft mit jungen Fußballtalenten in der heutigen Zeit geworden ist, wo Millionenbeträge und internationale Agenturen eine immer größere Rolle spielen.



