Preußen Münster stürzt weiter ab: Neunte Niederlage in Serie gegen Kaiserslautern
Die Preußen Münster können ihre anhaltende Talfahrt in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht stoppen. Am 23. Spieltag unterlagen die Westfalen im heimischen Preußenstadion dem 1. FC Kaiserslautern mit 2:3 (1:3) und warten damit bereits seit neun Partien auf einen dringend benötigten Dreier. Diese Niederlage rückt den Verein gefährlich nah an die Abstiegsplätze heran und verschärft die Krise um Trainer Alexander Ende.
Ritter-Doppelpack und defensive Schwächen entscheiden das Spiel
Die Gäste aus der Pfalz gingen früh in Führung, nachdem Kapitän Marlon Ritter bereits in der neunten Minute einen Foulelfmeter verwandelte. Der Mittelfeldspieler erhöhte in der 40. Minute auf 2:0, ehe Norman Bassette kurz vor der Pause mit seinem ersten Tor im Trikot des FCK nachlegte. Für Münster traf lediglich Jannis Heuer, der ehemalige Lauterer, in der 21. und 87. Minute. Diese beiden Treffer reichten jedoch nicht aus, um den Absturz zu verhindern.
Beide Mannschaften zeigten in der ersten Halbzeit erhebliche defensive Schwächen, die zu zahlreichen Großchancen führten. Es hätten durchaus mehr als die vier Tore vor der Pause fallen können. Die Führung der Roten Teufel war vor allem den groben Abwehrfehlern der Gastgeber geschuldet, die sich in dieser Saison bereits mehrfach als problematisch erwiesen haben.
Wutausbruch von Marlon Ritter sorgt für Eklat
Besonders spektakulär war der Auftritt des doppelt erfolgreichen Marlon Ritter. Der FCK-Spieler sah in der zweiten Halbzeit die fünfte Gelbe Karte und wird somit im kommenden Spiel gegen seinen Ex-Klub SC Paderborn gesperrt fehlen. Bei seiner Auswechslung in der 65. Minute ließ er seinen Frust offen ausbrechen. Ritter verließ nach einem handfesten Wutausbruch zunächst das Feld und ging direkt in die Kabine, kehrte aber nach wenigen Minuten wieder auf die Ersatzbank zurück. Dieser emotionale Ausbruch unterstrich die angespannte Stimmung auf dem Platz.
Trainer Alexander Ende hatte das Spiel im Vorfeld bereits als "eklig" angekündigt und forderte von seiner Mannschaft, diese Facette komplett anzunehmen. "Wir haben sehr viel Grund, an diesen Sieg zu glauben. Wir haben schon viele coole Spiele zu Hause gemacht - auch wenn zuletzt das ein oder andere Unentschieden zuviel dabei war", sagte der Münster-Trainer kurz vor dem Anpfiff im Interview mit Sky. Doch die Mannschaft konnte die Erwartungen nicht erfüllen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit vergaben sowohl Norman Bassette für die Gäste (49.) als auch Oliver Batista Meier für Münster (52.) gute Möglichkeiten, das Spiel weiter zu beeinflussen. Die Preußen zeigten zwar Kampf, doch die notwendige Effizienz vor dem Tor fehlte erneut. Mit jedem weiteren Spiel ohne Sieg wächst der Druck auf das Team und die Verantwortlichen.
Die Niederlage gegen Kaiserslautern bedeutet einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Preußen Münster muss dringend die Kurve kriegen, um nicht endgültig in den Abstiegssog zu geraten. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein für die Zukunft des Traditionsvereins in der 2. Bundesliga.



