Mourinho-Show in Lissabon: Rot, Verräter-Vorwürfe und wütende Pressekonferenz nach Derby-Chaos
Mourinho fliegt mit Rot: Verräter-Vorwürfe nach Derby-Chaos

Emotionen kochen über: Mourinho fliegt mit Rot in hitzigem Derby

Das portugiesische Spitzenspiel zwischen Benfica Lissabon und dem FC Porto endete mit einem 2:2-Unentschieden, doch die wahren Schlagzeilen schrieben die turbulenten Szenen in der Schlussphase. Startrainer José Mourinho wurde nach einem hitzigen Schlagabtausch beider Bänke mit glatt Rot vom Platz gestellt und ließ anschließend auf der Pressekonferenz kein gutes Haar an Schiedsrichter und Gegenspieler.

Chaotische Finalminuten mit Rudelbildung und Platzverweisen

Nachdem Leandro Barreiro, der ehemalige Mainzer Spieler, in der 88. Minute den späten Ausgleich für Benfica erzielt hatte, entluden sich die angestauten Emotionen. Es kam zu einer massiven Rudelbildung beider Mannschaften an der Seitenlinie, bei der der FC Porto den Vorwurf erhob, Abwehrspieler Pepe sei von einem Gegenstand getroffen worden. Mitten in diesem Chaos zeigte Schiedsrichter Joao Pinheiro dem wütenden Mourinho in der Nachspielzeit die Rote Karte. Ebenfalls vom Platz flog Benficas Nicolás Otamendi.

Beim Gang in die Katakomben eskalierte die Situation weiter, als Mourinho ein hitziges Wortgefecht mit Portos Mittelfeldspieler Lucho González austrug. Dieser hatte den Trainer laut späteren Aussagen mehrfach als „Verräter“ bezeichnet – eine Anschuldigung, die Mourinho auf der anschließenden Pressekonferenz vehement zurückwies.

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Mourinho wehrt sich gegen Vorwürfe und kritisiert Schiedsrichter

„Der Spieler vom FC Porto hat mich 50-mal als Verräter bezeichnet. Ich würde gerne wissen, wovon er spricht“, erklärte der sichtlich erregte Trainer. „Ich habe Porto trainiert, Chelsea trainiert, Inter Mailand trainiert. Ich habe meine Seele gegeben. Ich denke, das nennt man Professionalität.“ Mourinho, der zweieinhalb Jahre lang den FC Porto betreut hatte, betonte, dass Beleidigungen von Fans zum Fußball gehörten, aber die Anschuldigung eines Berufskollegen eine ganz andere Dimension habe.

Gegenüber dem Schiedsrichter-Team äußerte er scharfe Kritik: „Der Schiedsrichter sagte, er habe mich vom Platz gestellt, weil ich einen Ball gegen die Bank des FC Porto geschossen habe – was völlig falsch ist. Ich wurde zu Unrecht vom Platz gestellt, der vierte Offizielle hat einen schlechten Job gemacht.“

Nicht der erste Platzverweis in dieser Saison

Bereits im Playoff-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid war Mourinho wegen wiederholter Reklamationen von Schiedsrichter Francois Letexier mit Gelb-Rot auf die Tribüne geschickt worden. Jenes Spiel war zudem von einer rassistischen Beleidigung gegen Vinícius Júnior überschattet worden, und Benfica schied schließlich aus dem Wettbewerb aus.

Während Benfica nun auf die nationale Liga konzentriert ist, bleibt der FC Porto international aktiv: Im Europa-League-Achtelfinale trifft der portugiesische Klub auf den deutschen Vertreter VfB Stuttgart. Die Ereignisse des Derbys werden jedoch noch lange nachhallen, besonders für José Mourinho, der einmal mehr im Mittelpunkt einer kontroversen Fußballnacht stand.

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