Musiala feiert lang ersehntes Tor-Comeback in der Bundesliga
Nach einer fast einjährigen Durststrecke hat Jamal Musiala endlich wieder in der Fußball-Bundesliga getroffen. Der Mittelfeldstar des FC Bayern München verwandelte beim 4:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach einen Elfmeter zum 3:0-Zwischenstand und absolvierte dabei sogar seine ersten vollen 90 Minuten seit seiner schweren Verletzung. Besonders bemerkenswert: Der 23-Jährige trug in diesem Spiel sogar die Kapitänsbinde, was er als „große Ehre“ bezeichnete, auch wenn sie sich während des Spiels „schon ein bisschen schwer angefühlt“ habe.
Kleine Erfolgsmomente auf dem Weg zurück
Sportvorstand Max Eberl betonte die Bedeutung solcher „kleinen Momente“ für Musialas Rückkehr in die Form. „Das sind so kleine Momente, die ihm jetzt guttun“, sagte Eberl und verwies darauf, dass Musiala den Elfmeter anstelle des angeschlagenen Strafstoß-Spezialisten Harry Kane verwandelte. „Den Elfmeter musst du erstmal so machen in der Coolness. Aber das erwarten wir auch von Jamal“, so der Sportvorstand weiter. Neben Musiala erzielten Luis Díaz, Konrad Laimer und Nicolas Jackson die weiteren Treffer für den enteilten Bundesliga-Tabellenführer.
Kompany bleibt vorsichtig mit WM-Hoffnungsträger
Trainer Vincent Kompany zeigte sich trotz des erfolgreichen Comebacks weiterhin besorgt um die Gesundheit seines Spielers. „Ich bleibe noch sehr ruhig mit Jamal, ich schütze ihn trotzdem noch“, sagte der Bayern-Trainer und mahnte, man müsse sich der Schwere der Verletzung immer wieder bewusst sein. Musiala hatte sich bei der Club-WM 2025 beim Viertelfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain einen Bruch des Wadenbeins und eine Verrenkung des Sprunggelenks zugezogen. Diese Vorsicht dürfte ganz im Sinne von Bundestrainer Julian Nagelsmann sein, der für die anstehende Weltmeisterschaft fest mit dem Bayern-Star plant.
Jugendspieler erfüllt sich Bayern-Traum
Im Schatten von Musialas Tor-Comeback feierte ein 17-jähriger Nachwuchsspieler sein Debüt für die Bayern-Profis. Der in São Paulo geborene Maycon Cardozo, der den größten Teil seiner Kindheit in Thailand verbrachte, empfahl sich über ein Nachwuchsprojekt der Münchner und erfüllte sich damit einen langgehegten Traum. „Wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen, ist das für den FC Bayern eine großartige Geschichte“, kommentierte Eberl die Entwicklung des 1,65 Meter großen Flügelspielers.
Musiala selbst zeigte sich zufrieden mit seinem Fortschritt: „Der Fuß ist ein bisschen müde. Aber es fühlt sich gut an. Es war mein dritter Start jetzt, und die ersten 90 Minuten nach der Verletzung. Das tut gut“. Sein erstes Tor nach der Verletzung hatte der Mittelfeldspieler bereits in der Champions League beim Sieg in Eindhoven erzielt. Trainer Kompany ist zuversichtlich, dass Musiala „irgendwann sein bestes Niveau wieder haben“ wird, vielleicht sogar noch besser als vor der Verletzung.



