Nagelsmanns klare Ansage an Kölns Jungstar: Ohne defensive Arbeit keine WM
Der Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga wird für den FC Köln zur Nagelprobe – und für Said El Mala zur letzten Chance, sich für die Weltmeisterschaft zu empfehlen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat dem 19-jährigen Offensivtalent eine klare Botschaft mitgegeben: Will er es tatsächlich noch in den Turnier-Kader schaffen, muss er beim FC zu El Malocher werden. Diese Forderung kommt überraschend, aber deutlich, und stellt den kölschen Wunder-Jungen vor eine entscheidende Herausforderung in den verbleibenden zehn Saisonspielen.
Die Kritik des Bundestrainers: Zu wenig defensive Stabilität
Nagelsmann äußerte sich vor dem Heimspiel des FC Köln kritisch zu El Malas Leistungen. „Er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet“, so der Bundestrainer. Ihn stört nicht nur die Startelf-Quote des jungen Spielers, sondern vor allem dessen mangelnde Mitarbeit nach hinten. Diese sogenannte „Drecksarbeit“, die auch Köln-Coach Lukas Kwasniok immer wieder einfordert, hat sich bei El Mala nach Ansicht Nagelsmanns nicht genug weiterentwickelt.
Im Klartext bedeutet das: Für die WM muss Kölns Top-Torjäger, der bereits acht Tore erzielt hat, in den kommenden Endspurt-Spielen nicht nur in der Startelf stehen und offensiv weiter glänzen. El Mala muss auch defensiv mehr mitarbeiten, malochen und sich so dem Bundestrainer aufdrängen. Diese Anforderung wird zur zentralen Prüfung für den talentierten Angreifer, dessen Vertrag bis 2030 läuft.
Kwasniok setzt auf El Mala gegen den BVB
Die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung sind gut – schon im anstehenden Top-Spiel gegen Borussia Dortmund. El Mala hat seine muskulären Beschwerden überstanden, die ihn im Spiel gegen Augsburg noch ausgebremst und zum Reservisten gemacht haben. Kwasniok wird ihn gegen Dortmund in die Startelf stellen und betont: „Said ist diese Woche im Training marschiert, weil er von Beginn an spielen will – und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass er das auch tut.“
Beim knappen 0:1 im Hinspiel war El Mala bereits nur schwer von der BVB-Defensive zu stoppen und hatte nach nur drei Minuten die beste Chance zur Führung. Jetzt soll er Kwasniok dabei helfen, den Top-Spiel-Fluch zu knacken. Bislang konnte der FC diese Saison weder einen großen Gegner schlagen noch ein Samstagabend-Spiel gewinnen. Kwasniok glaubt an die Wende ausgerechnet gegen den BVB – auch dank El Mala. „Wir haben diese Vision und den Glauben. Ich glaube, dass mit der Unterstützung unserer Fans mehr drin ist, als ein knappes 0:1“, so der Köln-Coach.
Die letzten zehn Spiele als Bewährungsprobe
Für Said El Mala werden die verbleibenden zehn Bundesligaspiele zur entscheidenden Bewährungsprobe. Er muss nicht nur seine Offensivstärke unter Beweis stellen, sondern auch zeigen, dass er den defensiven Anforderungen von Bundestrainer Nagelsmann gerecht werden kann. Diese doppelte Herausforderung könnte über seine WM-Teilnahme entscheiden. Der FC Köln kämpft derweil gegen den Abstieg, und El Malas Entwicklung wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der junge Star tatsächlich zu El Malocher werden kann – und ob das für eine Nominierung reicht.



