Nagelsmann und Söder im Fokus: Verdacht der Einflussnahme auf DFB-Kader
Nagelsmann und Söder: Verdacht der Einflussnahme auf DFB-Kader

Nagelsmann und Söder im Visier: Verdacht der politischen Einflussnahme auf DFB-Kader

Eine steile These des Digital-Portals t-online sorgt für Aufsehen in der Fußballwelt: Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) soll bei der Nominierung des Kaders für die WM-Testspiele gegen die Schweiz und Ghana die Wünsche von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) berücksichtigt haben. Die Überschrift „Nagelsmann macht, was Söder will“ wirft brisante Fragen auf.

Öffentliche Empfehlungen und historische Vorbilder

Richtig ist, dass Söder öffentlich erklärt hat, er würde gerne möglichst viele Stars des FC Bayern im DFB-Kader sehen. Der CSU-Politiker erinnerte dabei an erfolgreiche Blockbildungen in der Nationalmannschaftsgeschichte, wie etwa 1954 beim Wunder von Bern mit fünf Spielern aus Lautern in der Final-Elf.

Nagelsmann präsentierte am Donnerstag seinen Kader und nominierte tatsächlich sieben Bayern-Spieler, darunter Ersatztorwart Jonas Urbig (22) und Supertalent Karl. Die Frage stellt sich: Kam der Bundestrainer von selbst auf diese Auswahl oder folgte er externen Empfehlungen?

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Weitreichende Konsequenzen der These

Spinnen wir die steile These weiter: Würde Söder den Bundestrainer auch in taktischen Fragen beraten? Wer stürmt über die rechte Außenbahn? In diesem Fall wäre der bayerische Regierungschef mitverantwortlich für das Abschneiden der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft – im Erfolgsfall wie bei einem Scheitern.

Bei einem dritten Vorrunden-Aus in Folge würde sich die Frage stellen, ob Söder noch der richtige Einflüsterer für Nagelsmann ist. Bei einem WM-Triumph hingegen könnte er sich „Bayerischer Weltmeister-Ministerpräsident“ nennen – die Feier würde wohl eher auf dem Münchner Marienplatz als am Brandenburger Tor stattfinden.

Bundesliga-Geschehen am 27. Spieltag

Parallel zur Nationalmannschafts-Debatte bietet die Bundesliga spannende Entwicklungen:

  • Harry Kanes Rekordjagd: Beim 4:0-Sieg gegen Union Berlin erzielte der Bayern-Stürmer sein 31. Saisontor. Bei seinem aktuellen Schnitt von 1,19 Toren pro Spiel würde er jedoch mit 39,3 Treffern knapp an Robert Lewandowskis Rekord von 41 Toren scheitern.
  • Dramatischer Abstiegskampf: Der 1. FC Köln rutscht nach einem wilden 3:3-Derby gegen Gladbach weiter ab. Trainer Lukas Kwasniok (44) steht nach nur zwei Siegen in den letzten 18 Spielen vor dem Aus.
  • Gladbachs gemischte Gefühle: Während sich Borussia über den Derby-Punkt freut, bleibt die Saison enttäuschend – und ohne den Rivalen Köln würde die Bundesliga nur halb so viel Spaß machen.
  • Einzelverlierer des Spieltags: WM-Kandidat Oliver Baumann kassierte mit Hoffenheim fünf Tore und eine BILD-Note 5. Ein schlechter Tag nach vielen starken Leistungen entscheidet jedoch nicht über die WM-Teilnahme.

Vielleicht sind Nagelsmann und Söder froh, dass sie mit Jonas Urbig eine Alternative im Kader haben. Oder ist auch das nur eine weitere steile These in dieser aufregenden Fußballwoche?

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