NBA-Playoffs: Orlando Magic sorgen mit Wagner für Überraschungssieg in Detroit
Gerade noch über das Play-In-Turnier qualifiziert, haben die Orlando Magic gleich zum Auftakt der NBA-Playoffs für eine handfeste Überraschung gesorgt. Gegen die als klare Favoriten geltenden Detroit Pistons, die die Eastern Conference in der Hauptrunde angeführt hatten, sicherten sich die Magic einen verdienten 112:101-Auswärtssieg. Besonders Franz Wagner zeigte im entscheidenden Moment seine Klasse und führte sein Team zum wichtigen ersten Erfolg in der Best-of-Seven-Serie.
Wagners starkes Schlussviertel entscheidet die Partie
Der deutsche Welt- und Europameister Franz Wagner entwickelte sich zur Schlüsselfigur des Abends. Von seinen insgesamt 19 Punkten erzielte der vielseitige Forward beeindruckende 11 Zähler im letzten Spielabschnitt und brachte damit die entscheidende Wende zugunsten der Magic. Während die Pistons nie in Führung lagen, bewies Orlando von Beginn an Spielstärke und ließ dem Top-Team der Conference kaum Luft zum Atmen.
Für die Orlando Magic war Paolo Banchero mit 23 Punkten der statistisch beste Werfer des Spiels. Sein Landsmann Tristan da Silva steuerte sieben Punkte zum Erfolg bei. Weltmeister Moritz Wagner kam in dieser Begegnung nicht zum Einsatz und verfolgte das Geschehen von der Bank aus.
Pistons verzeichnen historisch schlechte Playoff-Bilanz
Aufseiten der Detroit Pistons glänzte zwar Cade Cunningham mit herausragenden 39 Punkten, doch seine Teamkollegen fanden kaum Mittel und Wege, um gegen die disziplinierte Magic-Defensive anzukommen. Mit dieser Niederlage setzten die Pistons eine bemerkenswert negative Serie fort: Seit dem Jahr 2008 haben sie nun elf Playoff-Heimspiele in Folge verloren. Eine derart schlechte Heimstatistik verzeichnete zuvor noch kein Team in der langen Geschichte der NBA.
Titelverteidiger Thunder und Celtics starten souverän
Ebenfalls erfolgreich in die Playoffs gestartet sind die Oklahoma City Thunder. Der amtierende Titelverteidiger besiegte vor heimischer Kulisse die Phoenix Suns mit einem deutlichen 119:84. Shai Gilgeous-Alexander, einer von drei Finalisten für die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Saison, führte sein Team mit 25 Punkten an. Der Kanadier hatte diesen prestigeträchtigen Titel bereits in der vergangenen Spielzeit gewonnen. Isiah Hartenstein erzielte acht Punkte und sammelte acht Rebounds ein.
Die Boston Celtics präsentierten sich ebenfalls in starker Form und feierten ein 123:91-Heimsieg gegen die Philadelphia 76ers. Jaylen Brown überzeugte mit 26 Punkten, während Jayson Tatum 25 Zähler verbuchte. Die Celtics gelten als klarer Favorit in dieser Playoff-Serie und untermauerten diesen Status mit einer überzeugenden Teamleistung.



