Neuer-Comeback für WM: DFB diskutiert intern über Torwart-Rückkehr
Neuer-Comeback für WM: DFB diskutiert intern

Berlin - Die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2026 sind einem Medienbericht zufolge durchaus real. Laut dem Fachmagazin „Kicker“ wird das Thema hinter den Kulissen weitaus intensiver und kontroverser erörtert, als es Bundestrainer Julian Nagelsmann öffentlich darstellt. Auch Neuers Arbeitgeber, der FC Bayern München, sei sich dieser Diskussionen bewusst.

Öffentliche Absagen versus interne Debatten

Sowohl Nagelsmann als auch Neuer selbst hatten in der jüngeren Vergangenheit eine Rückkehr für die WM-Endrunde, die vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, öffentlich quasi ausgeschlossen. „Es wird die Weltmeisterschaft geben, aber ich bin jetzt gar nicht da drin und ich bin auch gar nicht Teil des Ganzen und deshalb schaue ich das entspannt von außen“, sagte der 40-jährige Torhüter im ZDF-„Sportstudio“. Der Bundestrainer betonte bei MagentaTV: „Manu ist zurückgetreten, aus freien Stücken, das hat er mehrfach wiederholt und deswegen ist es gar nicht so sinnvoll, darüber stetig zu diskutieren.“

Prominente Unterstützung für Neuer

Dennoch wurde die Idee eines Comebacks des Weltmeisters von 2014 von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten des deutschen Profifußballs befürwortet. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Neuer in der laufenden Saison bei den Bayern erneut herausragende Leistungen gezeigt hat. Bei seinem nächsten Auftritt im ZDF-„Sportstudio“ an diesem Samstag wird Nagelsmann sich voraussichtlich erneut zu diesem Thema äußern. Möglicherweise wird auch durchsickern, ob Neuers Name auf der vorläufigen, nicht öffentlich einsehbaren Liste von 55 Spielern steht, die der DFB laut „Kicker“ am Montag dem Weltverband FIFA vorlegen musste. Seinen finalen 26-köpfigen Kader für die WM wird Nagelsmann am 21. Mai bekannt geben.

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Baumann als potenzieller Verlierer

Neuer war nach der Heim-EM 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Nagelsmann ernannte daraufhin Marc-André ter Stegen zur Nummer eins, doch der Keeper fiel seitdem die meiste Zeit verletzungsbedingt aus. Mittlerweile hat der Bundestrainer den Hoffenheimer Oliver Baumann zu seinem designierten WM-Schlussmann gemacht. Bei einer Nominierung Neuers wäre Baumann zweifellos der große Verlierer. „Den Oli Baumann, den killen wir gerade“, sagte Ex-Weltmeister Sami Khedira bei DAZN mit Blick auf die anhaltende Debatte um Neuer. „Und ich glaube, das hilft weder Julian noch Deutschland noch dem Jungen selber.“

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