Nächster Rückschlag für Bayern-Kapitän Manuel Neuer
Der FC Bayern München muss im entscheidenden Champions-League-Achtelfinale auf seinen erfahrenen Kapitän Manuel Neuer verzichten. Der 40-jährige Torwart hat sich erneut einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und fällt damit für das Hinspiel bei Atalanta Bergamo aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Neuer auch das Rückspiel eine Woche später in der Allianz Arena verpassen.
Frust zum Geburtstag: Neuer verpasst wichtige Spiele
Für Manuel Neuer beginnt der Monat seines 40. Geburtstages am 27. März mit großem Frust. Es handelt sich bereits um den dritten Muskelfaserriss seit Mitte Dezember, der den Weltmeister von 2014 außer Gefecht setzt. Sportvorstand Max Eberl zeigte Verständnis für die Situation des Kapitäns: „Dass Manuel nicht glücklich ist, das kann ich mir vorstellen“, sagte Eberl bereits vor der offiziellen Diagnose.
Urbig übernimmt erneut die Verantwortung
Wie bereits im Vorjahr muss Jonas Urbig im Champions-League-Achtelfinale zwischen den Pfosten stehen. Der 22-jährige Torwart, der im Winter 2025 vom 1. FC Köln nach München wechselte, sprang bereits gegen Borussia Mönchengladbach zur Halbzeit für den verletzten Neuer ein und präsentierte sich sicher. „Ich hatte jetzt erstmal nur das Spiel gegen Gladbach im Kopf. Ich habe mich noch gar nicht mit Bergamo befasst“, sagte Urbig vor seinem nächsten Champions-League-Einsatz.
Zukunftsfrage rückt in den Fokus
Die wiederholten Verletzungen werfen zunehmend Fragen über die Zukunft des 40-jährigen Torwarts auf. Offiziell wollen der FC Bayern und Neuer nach dessen Geburtstag eine Entscheidung treffen. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betonte, man werde „in aller Gelassenheit“ miteinander sprechen. Neben dem fortgeschrittenen Alter werden die häufigen Blessuren das Kalkül beeinflussen.
Parallelen zum Vorjahr
Die Situation zeigt erstaunliche Parallelen zur vergangenen Saison. Bereits 2025 musste Neuer im Achtelfinal-Hinspiel gegen Leverkusen nach knapp einer Stunde mit einem Muskelfaserriss ausgewechselt werden. Damals präsentierte sich Urbig sowohl beim 3:0-Sieg als auch im Rückspiel in Leverkusen (2:0) als sicherer Rückhalt.
Bayerns Offensive zeigt Stärke
Während Neuer nicht mit nach Norditalien reisen darf, kehrt Torjäger Harry Kane nach seiner Wadenprellung zurück. Der Engländer wird in Bergamo wieder in der Startelf erwartet. Beim 4:1-Sieg gegen Gladbach zeigte sich die Offensivkraft der Münchner erneut. Jamal Musiala traf nach fast einem Jahr wieder in der Bundesliga, während Konrad Laimer und Nicolas Jackson die weiteren Tore erzielten.
Rekordjagd in der Bundesliga
Mit 92 Toren nach 25 Spieltagen jagt der FC Bayern einen historischen Bundesliga-Rekord. In der Saison 1971/72 erzielten die Münchner 101 Treffer. Bei einem Schnitt von einem Tor pro Partie im Saisonfinale könnte diese 50 Jahre alte Bestmarke nun überboten werden.
Perspektiven für die Nationalmannschaft
Bundestrainer Julian Nagelsmann dürfte sich über den Formanstieg von Jamal Musiala gefreut haben, den er fest für die Länderspiele Ende März eingeplant hat. Auch Leon Goretzka zeigte nach den ermutigenden Worten des Bundestrainers eine starke Leistung. Der 31-Jährige betonte jedoch, Nagelsmanns Worte seien für ihn „eine Motivation“ und kein „Freifahrtschein“ für die WM im Sommer.



