Nike übernimmt Champions-League-Ballrechte: Adidas verliert nächsten Prestigedeal
Nike übernimmt Champions-League-Ballrechte von Adidas

Nike übernimmt Champions-League-Ballrechte: Adidas verliert nächsten Prestigedeal

Der deutsche Sportartikelhersteller adidas erleidet eine weitere herbe Niederlage im Kampf um prestigeträchtige Fußballrechte. Nach dem Verlust des Ausrüstervertrags mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) muss das Unternehmen aus Herzogenaurach nun auch die Ballrechte für die Champions League abgeben.

Ende einer Ära: Der Sternen-Ball verschwindet

Wie die UEFA und die Vereinigung der europäischen Fußballklubs (EFC) am Donnerstag bekanntgaben, werden exklusive Verhandlungen über die Ballrechte für die Champions League von 2027 bis 2031 mit dem US-Konkurrenten Nike geführt. Damit endet eine Ära, die im Jahr 2001 begann, als adidas erstmals den ikonischen Sternen-Ball für die Königsklasse lieferte.

Laut Berichten der Financial Times soll Nike über 40 Millionen Euro für die Rechte zahlen, die auch für die Europa League und die Conference League gelten. Diese Summe übertrifft das bisherige Budget von adidas um das Doppelte und unterstreicht die finanzielle Schlagkraft des amerikanischen Rivalen.

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Strategischer Wechsel bei Vertragsverhandlungen

Der bevorstehende Deal markiert einen bedeutenden Wechsel auf Marketing-Ebene. Erstmals handelte die New Yorker Agentur Relevent den Vertrag für die UEFA und die europäischen Vereine aus. Diese Agentur löste damit Decathlon ab und zeigt, wie sich die Verhandlungsstrukturen im internationalen Fußballgeschäft verändern.

Bemerkenswert ist, dass die Champions League bereits vor der adidas-Ära mit Nike-Bällen gespielt wurde. Der Kreis schließt sich somit, während adidas eine weitere strategische Position im globalen Fußball verliert.

Zweite große Niederlage innerhalb kurzer Zeit

Erst vor zwei Jahren hatte adidas eine vergleichbare Niederlage gegen Nike erlitten. Nach über sieben Jahrzehnten werden die US-Amerikaner ab 2027 den DFB ausrüsten. Dieser Vertrag läuft zunächst bis 2034 und soll Nike über 100 Millionen Euro kosten – ebenfalls etwa das Doppelte des adidas-Angebots.

Diese Entwicklung zeigt den intensiven Wettbewerb zwischen den beiden Sportartikelgiganten und die wachsende Dominanz von Nike im europäischen Fußballmarkt.

Adidas behält andere wichtige Partnerschaften

Trotz dieser Rückschläge bleibt adidas weiterhin in wichtigen Fußballbereichen präsent. Das Unternehmen bleibt der offizielle Ball-Lieferant für alle FIFA-Wettbewerbe, die Europameisterschaft und die Champions League der Frauen. Zudem wird adidas ab der nächsten Spielzeit wieder die Bälle für die Männer-Bundesliga liefern.

Diese verbleibenden Partnerschaften zeigen, dass adidas zwar bedeutende Positionen verliert, aber weiterhin eine wichtige Rolle im internationalen Fußballgeschäft spielt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie das Unternehmen auf diese strategischen Veränderungen reagiert und welche neuen Wege es im Wettbewerb mit Nike einschlagen wird.

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