Sjoeke Nüsken: Wie Sportpsychologe und Wück sie aus der Chelsea-Krise führten
Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Sjoeke Nüsken hat offen über ihre herausfordernde Zeit beim englischen Meister Chelsea gesprochen. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien in Dresden verriet die 25-jährige Mittelfeldspielerin, wie sie ihre schwierige Situation überwand.
Die Unterstützung durch einen Sportpsychologen
„Es war nicht immer eine einfache Phase, ehrlich gesagt“, räumte Nüsken ein. Die Spielerin, die seit 2023 in der englischen Liga aktiv ist, saß in den vergangenen Monaten oft auf der Bank und musste um ihren Stammplatz kämpfen. „Ich habe auch mit einem Sportpsychologen gearbeitet, das war mir enorm wichtig“, erklärte die frühere Frankfurterin. Diese professionelle Unterstützung half ihr, mental gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
Das Vertrauen von Bundestrainer Christian Wück
Neben der sportpsychologischen Betreuung spielte das Vertrauen von Bundestrainer Christian Wück eine entscheidende Rolle. „Mir war es aber auch enorm wichtig, dass ich hier mein Vertrauen bekommen habe von Christian“, sagte Nüsken. „Das hat mir enorm geholfen in dieser Zeit. Ich war immer dankbar, dass ich hier trotzdem weiter spielen durfte.“ Diese Rückendeckung gab ihr die nötige Sicherheit, um sich wieder voll auf ihre Leistung konzentrieren zu können.
Die Entwicklung zur Führungsfigur
Nach dem Ausfall von Lena Oberdorf, die innerhalb von 15 Monaten zwei Kreuzbandrisse erlitt, ist Nüsken zu einer zentralen Figur im deutschen Team geworden. Mit 53 Länderspielen und sieben Toren hat sie sich bei den Olympischen Spielen in Frankreich und der EM in der Schweiz als unverzichtbar erwiesen. „Vor allem würde ich sagen, dass ich eine Spielerin bin, die Verantwortung auf dem Platz übernimmt“, analysierte die in Hamm geborene Athletin selbst.
Die Rückkehr zur Freude am Fußball
Um ihre Situation in London zu meistern, setzte Nüsken auf eine einfache, aber effektive Strategie: „Hab‘ Spaß, weil Fußball einfach Spaß macht - das habe ich mir immer wieder in den Kopf gerufen“. Diese positive Einstellung half ihr, weiter an sich zu arbeiten und schließlich ihren Platz im Team zurückzuerobern. „Ich habe weiter an mir gearbeitet und bin einfach froh, dass ich wieder spielen darf“, resümierte sie.
Die WM-Qualifikation im Fokus
Das deutsche Nationalteam steht nun vor der wichtigen Aufgabe, sich für die WM 2027 in Brasilien zu qualifizieren. Nach dem Spiel gegen Slowenien folgen weitere Begegnungen mit Norwegen und Österreich. Nüsken will ihre neu gewonnene Führungsrolle dabei voll einbringen: „Ich glaube schon, dass ich aus dem Mittelfeld heraus viel erkennen kann und das, was ich sehe, weiter gebe. Das ist eine Führungsqualität, die ich mir erarbeitet habe und die ich weiter in die Nationalmannschaft einbringen möchte.“



