Skandal bei Olympique Marseille: Klub-Boss will Spieler auf Vereinsgelände einsperren
Seit 2023 ist Frank McCourt (72) Klub-Boss von Olympique Marseille. Der amerikanische Geschäftsmann, der den Verein 2016 übernommen hatte, sorgt nun für einen handfesten Skandal. Der Traditionsklub aus Südfrankreich spielt eine durchwachsene Saison und rangiert derzeit in der Ligue 1 nur auf dem siebten Tabellenplatz. Stand jetzt verpasst der Klub das internationale Geschäft um einen Punkt. Hinter den Kulissen knallt es scheinbar gewaltig. Noch sind allerdings vier Partien zu spielen, um die Saison zu retten. Dafür greift Klub-Boss Frank McCourt nun zu einer skandalösen Maßnahme.
Bizarre Idee: Spieler werden eingesperrt
Die sonderbare Idee: In der Sendung „After Foot“ beim französischen Sender RMC berichtet der Sportjournalist Daniel Riolo (56), dass McCourt sich dazu entschlossen habe, alle Marseille-Spieler bis zum kommenden Spieltag auf dem Vereinsgelände einzuschließen. Laut Riolo ist der Klub-Boss „sehr, sehr wütend“ und will nicht länger dulden, „was die Spieler abliefern – es ist absolut beschämend“. Die Maßnahme gilt als beispiellos im französischen Fußball und sorgt für hitzige Diskussionen.
Kapitän Pierre-Emile Højbjerg in der Kritik
Kapitän von Olympique Marseille ist Pierre-Emile Højbjerg (30). Der dänische Nationalspieler, der erst im Sommer 2024 von Tottenham Hotspur kam, steht stellvertretend für die enttäuschende Saison. McCourts Vorgehen gefällt nicht allen im Verein. Riolo erklärt in der Sendung in Bezug auf Olympique-Trainer Habib Beye (48): „Diese Entscheidung stellt Beye nicht zufrieden, er ist dagegen.“ Weiter heißt es laut dem Journalisten, dass der Trainer wisse, „dass die Mannschaft ohnehin nicht mehr mitzieht.“ Beye, der erst im Februar 2025 das Amt übernommen hatte, steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.
Verkorkste Saison von OM
Die drastische Maßnahme folgt auf das 0:3-Debakel am vergangenen Wochenende gegen Abstiegskandidat Nantes. In den vergangenen fünf Partien gab es nur einen Sieg. Verpasst Olympique Marseille das internationale Geschäft, wäre das eine große Überraschung. In den vergangenen neun Spielzeiten qualifizierte sich der neunmalige französische Meister achtmal für Europa. Die aktuelle Krise hat auch wirtschaftliche Auswirkungen, da die Einnahmen aus Europapokal-Wettbewerben fehlen würden.
Wie reagiert die Mannschaft?
Wie sich das gesamte Szenario auf die Leistung der Mannschaft und die Stimmung im Verein auswirkt, bleibt abzuwarten. Eine erste sportliche Antwort dürfte es am Sonntag geben: Dann trifft Olympique Marseille um 21 Uhr auswärts auf den AC Le Havre. Gleichzeitig werden sich die Blicke auch auf die Partie von AS Monaco und St. Rennes richten, die unmittelbar vor OM in der Tabelle stehen. Einen der beiden Klubs gilt es einzuholen, um doch noch die Europapokal-Plätze zu erreichen. Die Spieler stehen unter enormem Druck, sowohl von der Vereinsführung als auch von den Fans.



