Ostseestadion Rostock: Top-Stadion trotz wechselhafter Liga-Zugehörigkeit
Ostseestadion Rostock: Top-Stadion trotz Ligawechsel

Ostseestadion Rostock: Ein Top-Stadion trotz wechselhafter Liga-Zugehörigkeit

Das Ostseestadion in Rostock genießt einen ausgezeichneten Ruf unter deutschen Fußballarenen. Bei einem aktuellen Google-Ranking belegt es einen Spitzenplatz unter allen Fußballstadien des Landes – insbesondere aufgrund der herausragenden Atmosphäre. Doch was macht dieses Stadion so besonders, und wie schafft es Hansa Rostock, trotz des Pendelns zwischen zweiter und dritter Liga seit der Saison 2008/09, eine solche Anziehungskraft zu entwickeln?

Lange Anreisen und treue Fans

Jan Bornschein und Sven Schmidt sind seit den frühen Morgenstunden unterwegs. Um 4.30 Uhr starteten die beiden Hansa Rostock-Fans ihre Reise von Sangerhausen in Sachsen-Anhalt. Mittags sitzen sie bereits vor dem Ostseestadion in Rostock, wo der MSV Duisburg als Konkurrent im Aufstiegsrennen zur zweiten Liga zu Gast ist. Bornschein, mit Hansa-Schal und -Mütze ausgestattet, zeigt sich siegessicher. „Alles super“, sagt er zufrieden. Die beiden besuchen regelmäßig Heimspiele und loben Parkplatzmöglichkeiten, Essens- und Getränkepreise sowie sanitäre Anlagen. „Nur die Leistung der Mannschaft könnte besser sein“, merken sie kritisch an.

Modernes Stadion mit herausragender Auslastung

Seit 2001 verfügt Hansa Rostock über ein modernes Stadion, das laut Google-Ranking sogar zu den Top Ten der besten Stadien Deutschlands zählt – besonders beim Kriterium Atmosphäre. Mit Platz für rund 29.000 Zuschauer und fast 25.000 Besuchern pro Heimspiel liegt das Ostseestadion in den Auslastungszahlen deutlich vor anderen Drittliga-Arenen. Die Preise sind fair: Ein Stehplatz kostet 15 Euro, Sitzplätze bewegen sich zwischen 29 und 52 Euro. Damit könnte Hansa Rostock auch in der ersten Bundesliga mithalten.

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Familienfreundlichkeit und Engagement für junge Fans

Der Verein legt großen Wert auf Familienfreundlichkeit. Markus Sonntag, Direktor für Kinder- und Jugendmarketing, ist stolz auf die beiden Malstraßen, wo Kinder Hansa Rostock-Motive bemalen oder Autogrammkarten von Spielern ergattern können. „Wir tun alles, damit Familien sich im Stadion wohlfühlen“, betont er. Auch im Business- und Logenbereich herrscht eine friedliche und gepflegte Atmosphäre. Sponsor Hannes Flügel, Geschäftsführer von BauPunkt Flügel, besucht die Spiele sogar mit seinen Kindern. Sales Manager Tim Cassebaum erklärt: „Alle Hansa-Fans gehören zusammen“. Der Verein kann auf 500 Sponsoren sowie etwa 1000 kleinere Unterstützer im „Club 65“ zählen.

Innovation und moderne Technik

Hansa Rostock zeigt Offenheit für modernste Technologien. Beim Spiel gegen den MSV Duisburg feierten vier Express-Bierautomaten auf der Nordtribüne Premiere. Fans können hier bis zu vier Biere gleichzeitig bestellen – bezahlbar mit Karte oder Handy. Christoph Wulff, Geschäftsführer vom wHolz Gastronomie und Service Team, erläutert: „Der menschliche Faktor ist natürlich unschlagbar“. Doch spätestens in der Halbzeitpause werden die Fans den neuen Service zu schätzen wissen. Justin Thormann, Hansa-Fan aus Güstrow, steht derweil vor einem klassischen Bier- und Frittenausschank. Ein halber Liter Lübzer Bier kostet 5 Euro, Pommes Frites ebenfalls 5 Euro, eine Bratwurst 4 Euro und die Currywurst mit Brötchen 4,50 Euro. „Die Preise sind absolut in Ordnung“, findet Thormann. Auch die Sauberkeit der sanitären Anlagen beeindruckt ihn: „Es geht erstaunlich schnell“, obwohl fast 30.000 Menschen im Stadion sind.

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Regionaler Fokus und Sicherheitskonzept

Im Stadion-Fanshop kaufen die Fans laut Christoph Löschke aus der Abteilung Merchandising „am liebsten Schals, Mützen, Sitzkissen, Jacken“. Der Online-Handel spielt eine wichtige Rolle, doch der Verein legt Wert auf Regionalität: „Uns ist wichtig, dass unsere Produkte von Unternehmen aus der Region stammen“. Marit Scholz, Pressesprecherin von Hansa Rostock, kümmert sich um einen attraktiven Auftritt des Vereins. Als Hansa Rostock den MSV Duisburg an diesem Tag mit 5:1 besiegt, bricht großer Jubel aus. Abgesehen von einem Pyrotechnikeinsatz und einer Auseinandersetzung zwischen Heimfans im Stadionumfeld verlief alles friedlich. Das eng mit Behörden wie Polizei und Feuerwehr abgestimmte Sicherheitskonzept des Veranstalters ging auf. Ein weiterer Sieg für das Ostseestadion – mit Familienfreundlichkeit, technischer Innovation, fairen Preisen, Sauberkeit und exzellentem Service.