Lukas Podolski hat im Alter von 40 Jahren erstmals den polnischen Pokal gewonnen und sich möglicherweise mit diesem Triumph aus dem aktiven Fußball verabschiedet. Der Weltmeister von 2014 siegte mit seinem Herzensverein Górnik Zabrze im Endspiel vor 50.000 Zuschauern in Warschau mit 2:0 gegen Raków Częstochowa. Es könnte sein letztes Spiel gewesen sein, denn sein Vertrag läuft aus.
Podolski lässt Tür offen
„Der Plan ist, meine Karriere zu beenden. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Überraschung? Ich lasse mir diese Tür offen. Die europäischen Pokalwettbewerbe sind immer interessant“, sagte Podolski, der in Gleiwitz geboren wurde. Er betonte: „In den letzten Jahren habe ich viel Energie in die Arbeit auf und neben dem Platz gesteckt. Manchmal kam es vor, dass die Familie an zweiter Stelle stand, und diesen Kurs möchte ich etwas ändern.“
Herzlicher Moment mit Vereinslegende
Bei den Fans sorgte Podolski für große Sympathien, als er nach der Siegerehrung die Club-Legende Stanislaw Oslizlo (88) zum Foto holte und ihm die Trophäe überließ. „Stanislaw Oslizlo hat mich sehr motiviert. Als ich ankam, um bei Gornik zu spielen, stand er an der Treppe zum Flugzeug und umarmte mich vor Freude, dass ich zum Verein gekommen war“, erinnerte sich Podolski.
Kurzer Einsatz und böses Foul
Podolski wurde erst in der 90. Minute eingewechselt. Kurz darauf wurde er von Jonatan Braut Brunes, dem Cousin von Torjäger Erling Haaland (Manchester City), so rüde gefoult, dass der Norweger die Rote Karte sah. Die Tore für Zabrze erzielten der frühere Stuttgarter Roberto Massimo (32. Minute) und Maksym Khlan (65.). Für Zabrze war es der erste Pokalsieg nach 54 Jahren. Dadurch qualifiziert sich der Verein für die dritte Qualifikationsrunde der Europa League.
Podolskis stolze Bilanz
„Jeder Pokal macht Freude und erfüllt mich mit Stolz“, sagte Podolski, der bereits mit dem FC Bayern, dem FC Arsenal, Galatasaray Istanbul und Vissel Kobe nationale Pokale gewonnen hat. „Ich hatte das Glück, in meinem Leben in tollen Städten und Vereinen gespielt zu haben. Jetzt habe ich mit Gornik einen Titel gewonnen, obwohl wir mit vielen Problemen gestartet sind. Das ist ein wunderbares Gefühl und etwas anderes als die Triumphe in London oder Istanbul.“



