Polanski: 'Gegen Bayern nur hinten reinzustellen wäre fast Selbstmord'
Polanski: Gegen Bayern wäre reine Defensive Selbstmord

Polanski will Gladbacher nicht in reiner Defensive gegen Bayern sehen

Der Trainer von Borussia Mönchengladbach, Eugen Polanski, hat klare Vorstellungen für das anstehende Auswärtsspiel beim Bundesliga-Tabellenführer Bayern München. Eine rein defensive Ausrichtung lehnt er entschieden ab. "Das wäre gegen Bayern fast Selbstmord", betonte Polanski auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitagabend um 20:30 Uhr, das bei Sky übertragen wird.

Mutiges Spiel als Schlüssel zum Erfolg

Polanski ist überzeugt, dass seine Mannschaft nur mit einer offensiven Grundhaltung eine Chance gegen die Münchner haben wird. "Du kannst die Bayern ärgern, wenn du sie in ihrem Rhythmus störst", erklärte der Trainer. Die Gladbacher werden nicht mit der Einstellung nach München reisen, dort automatisch nichts holen zu können. "Wir schenken nichts ab, wir fahren nicht hin mit dem Gedanken: Da holen wir nichts."

Dass Bayern auf ihren verletzten Topstürmer Harry Kane verzichten muss, macht für Polanski dabei keinen entscheidenden Unterschied. "Es ist egal, wen sie aufstellen, da spielen nur Topspieler", so seine nüchterne Einschätzung.

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Torwart Nicolas sieht Möglichkeit zum Punkten

Torwart Moritz Nicolas teilt die optimistische Grundhaltung seines Trainers. Trotz der prekären Tabellensituation – nach dem 1:0-Erfolg gegen Union Berlin hat Gladbach weiterhin nur drei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz – blickt er dem Spiel in München mit Zuversicht entgegen. "Jeder in der Mannschaft ist sich der Situation bewusst und glaubt an den Klassenerhalt", sagte Nicolas im Interview mit Sky.

Der Torhüter wittert tatsächlich eine Möglichkeit, in München zu punkten. "Bayern ist die Ausnahmemannschaft der Liga, aber vielleicht gibt es ja trotzdem eine Chance für uns", meinte Nicolas und verwies auf bereits erfolgte Ausrutscher der Münchner in dieser Saison: "Augsburg hat in München gewonnen und Mainz hat einen Punkt geholt." Das Hinspiel hatte die Borussia im Oktober allerdings deutlich mit 0:3 verloren.

Weiterhin große Personalprobleme bei Gladbach

Die taktischen Überlegungen von Trainer Polanski werden durch anhaltende Personalprobleme erschwert. Der Flügelstürmer Robin Hack, der nach langer kniebedingter Verletzungspause bereits kurz vor seinem Comeback stand, hat sich im Training einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen und steht damit erneut nicht zur Verfügung.

Weitere verletzungsbedingte Ausfälle sind die Angreifer Tim Kleindienst und Nathan Ngoumou. Im Mittelfeld fehlt zudem Yannik Engelhardt aufgrund einer Gelbsperre. Diese personellen Engpässe machen die Aufgabe gegen den übermächtig erscheinenden Tabellenführer nicht einfacher.

Dennoch bleibt die Einstellung in Mönchengladbach positiv. Sowohl Trainer Polanski als auch Torwart Nicolas sind überzeugt, dass nur ein mutiges Auftreten gegen Bayern München eine Überraschung ermöglichen könnte. Die Gladbacher wollen sich nicht einfach nur hinten reinstellen, sondern aktiv das Spiel gestalten – in der Hoffnung, den Rhythmus der Münchner nachhaltig zu stören und so vielleicht doch einen Punkt oder sogar mehr zu ergattern.

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