Alexandra Popp verpflichtet sich langfristig dem BVB-Projekt
Die erfahrene Stürmerin Alexandra Popp hat ihren Wechsel zu Borussia Dortmund offiziell bestätigt und einen Vertrag bis zum Jahr 2029 unterschrieben. Die langjährige Kapitänin des VfL Wolfsburg wird damit zur zentralen Figur im ambitionierten Frauenfußball-Projekt des BVB. In ihrem ersten Vereinsinterview formulierte die 34-jährige Offensivspielerin ein klares sportliches Ziel für die kommenden Jahre.
„Schnellstmöglich in die erste Liga“ als oberste Priorität
„Man kennt den Plan von Borussia Dortmund: Sie möchten schnellstmöglich in die erste Liga“, erklärte Popp mit Nachdruck. Die Nationalspielerin betonte, dass sie aktiv dazu beitragen wolle, „dass man sich so schnell wie möglich in der ersten Liga wiederfindet und sich dort etabliert“. Zunächst müsse allerdings geklärt werden, in welcher Spielklasse die Saison begonnen werde. Anschließend gelte es, „zusammen mit der Mannschaft den Aufstieg ins Visier“ zu nehmen.
Der BVB spielt derzeit in der drittklassigen Regionalliga West und belegte vor dem 16. Spieltag unter Trainer Markus Högner den zweiten Tabellenplatz. Der Sieger dieser Liga ist am Saisonende für die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga berechtigt – ein erster Schritt auf dem Weg in die höchste Spielklasse.
Strukturelle Entwicklung neben dem Platz
Neben ihrer sportlichen Rolle übernimmt Popp auch strukturelle Verantwortung im Aufbauprojekt. „Neben dem Platz will ich unterstützen: Wie professionalisieren wir weiter? Wie geht es infrastrukturell weiter? Was braucht es noch?“, fragte die erfahrene Spielerin. Sie habe in ihrer langen Karriere viel erlebt und wolle diese Erfahrungen nun einbringen. „Deswegen möchte ich nicht nur auf dem Platz das Ganze mittragen, sondern auch neben dem Platz.“
Die Entwicklung der Dortmunderinnen verfolgt Popp bereits seit längerer Zeit. Die Frauenfußball-Abteilung wurde erst 2020 gegründet, hat sich aber kontinuierlich weiterentwickelt. „Man muss den Hut davor ziehen, jedes Jahr aufgestiegen zu sein. Das ist nicht selbstverständlich und nicht so einfach, auch wenn es Amateurligen sind“, würdigte sie die bisherigen Erfolge.
Ambitionierte Verstärkungen unterstreichen BVB-Pläne
Die Dortmunder Ambitionen wurden zuletzt durch die Verpflichtung des erfahrenen Wolfsburger Erfolgsmanagers Ralf Kellermann unterstrichen. Diese Personalie signalisiert deutlich, dass der BVB den Frauenfußball ernsthaft professionalisieren und langfristig in der Spitze etablieren möchte. Mit Alexandra Popp gewinnt der Verein nicht nur eine herausragende Spielerin, sondern auch eine Persönlichkeit mit Führungsqualitäten und umfassender Erfahrung im Spitzenfußball.
Der Weg in die Bundesliga bleibt zwar herausfordernd, doch mit Popp als Zugpferd und weiteren strategischen Verstärkungen positioniert sich Borussia Dortmund optimal für die kommenden Jahre. Die Kombination aus sportlichem Know-how und struktureller Expertise könnte den entscheidenden Unterschied im Aufstiegsrennen machen.



