Am Sonntag steigt in der 3. Liga das große Aufstiegsspiel zwischen dem MSV Duisburg und Energie Cottbus. Die Stadt Duisburg befindet sich im Ausnahmezustand, denn erstmals in dieser Saison werden über 30.000 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena erwartet. Fast alle Fans kommen im blau-weißen Outfit, und die aktive Fanszene plant einen Busempfang für die Spieler vor dem Anpfiff sowie ein Spalier.
Preetz über das Spiel: „Endspielcharakter“
Michael Preetz, der frühere Hertha-Manager und heutige Erfolgsmacher des MSV, sprach mit BILD über die Bedeutung der Partie. „Es ist sicher das größte Spiel in dieser Saison. Es hat Endspielcharakter für uns, genau wie für Energie Cottbus. Ein echter Leckerbissen für unsere gigantischen Fans“, so Preetz. „Wir werden einen Zuschauerrekord in dieser Saison erleben, das ist herausragend und ein würdiger Rahmen für so ein vorentscheidendes Spiel. Wir sind als einziges Team in dieser Saison in Heimspielen noch ungeschlagen, bei 13 Siegen und 4 Unentschieden. Die ganze Stadt fiebert mit. Mehr geht nicht.“
Durchmarsch in die 2. Liga möglich?
Preetz betont, dass der MSV eine Top-Saison spiele. „Unser Saisonziel war, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu schaffen. Doch wir waren vom ersten Spieltag oben mit dabei. Wenn man drei Spieltage vor Schluss diese Chance vor der Brust hat, wollen wir durchziehen. Wir wollen jetzt aufsteigen, das ist doch klar!“
Die beiden besten Teams steigen direkt auf, der Dritte geht in die Relegation. Aktuell ist Duisburg Vierter, hat aber zwei Heimspiele in den letzten drei Partien. „Wir konzentrieren uns nur auf Energie Cottbus. Das wird schwer genug. Die haben drei Punkte mehr und eine um zwei Tore bessere Tordifferenz“, erklärt Preetz.
Starke Gegner und personelle Ausfälle
Cottbus verfügt mit Erik Engelhardt (21 Tore) und Tolcay Cigerci (17 Tore, 12 Vorlagen) über viel Torgefahr. Preetz erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Im Hinspiel haben wir ein 0:2 aufgeholt und in der Nachspielzeit durch Tolcay Cigerci das 2:3 kassiert. Jetzt wollen wir den Spieß umdrehen.“
Allerdings muss Duisburg auf seinen besten Torschützen Lex-Tyger Lobinger verzichten, der aufgrund einer Gelbsperre ausfällt. „Das müssen und werden andere Spieler bei uns kompensieren. Cottbus fehlt dafür Top-Verteidiger King Manu. Auf dem Platz wird es an Spannung aber an nichts fehlen“, so Preetz.
Landespokalfinale und mögliche Relegation
Der MSV steht zudem im Landespokalfinale, ein Sieg würde die Teilnahme am DFB-Pokal bedeuten – ebenso wie ein Platz unter den besten vier Teams der 3. Liga. „Noch ist nichts gewonnen. Aber wir sind überall gut im Rennen. Wir greifen an, wollen den maximalen Erfolg“, sagt Preetz.
Sollte Duisburg als Dritter in die Relegation gehen, wäre ein Duell gegen Preetz' Ex-Klub Fortuna Düsseldorf möglich. „Das wäre extrem fies“, kommentiert er mit einem Augenzwinkern.



