Premier League: Vier Profis melden rassistische Hass-Nachrichten im Netz
Premier League: Vier Profis melden rassistische Hass-Nachrichten

Premier League: Vier Profis melden rassistische Hass-Nachrichten im Netz

Gleich vier Fußball-Profis aus der englischen Premier League haben nach den jüngsten Spielen ihrer Mannschaften öffentlich über rassistische Anfeindungen im Internet berichtet. Die betroffenen Vereine haben sich eingeschaltet und stellen klare Forderungen an Social-Media-Plattformen sowie Strafverfolgungsbehörden.

Fofana von Chelsea kritisiert fehlende Konsequenzen

Wesley Fofana vom FC Chelsea veröffentlichte nach dem Spiel gegen Burnley Screenshots mit rassistischen Hass-Nachrichten gegen ihn. Der 25-jährige Franzose schrieb in den sozialen Netzwerken: „2026, es ist immer noch das Gleiche, nichts ändert sich. Diese Leute werden nie bestraft.“ Er kritisierte zudem, dass große Anti-Rassismus-Kampagnen in der Praxis oft wirkungslos blieben.

Der FC Chelsea reagierte umgehend und bezeichnete die Beleidigungen als abscheulich. Der Verein versicherte: „Wir stehen eindeutig hinter Wes. Er hat unsere volle Unterstützung, ebenso wie alle unsere Spieler, die allzu oft gezwungen sind, diesen Hass zu ertragen, nur weil sie ihren Job machen.“

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Weitere betroffene Spieler und Vereinsreaktionen

Neben Fofana waren auch andere Premier-League-Profis von rassistischen Nachrichten betroffen:

  • Hannibal Mejbri von Burnley nach der Partie gegen Chelsea
  • Tolu Arokodare von Wolverhampton Wanderers nach dem Spiel bei Crystal Palace
  • Romaine Mundle vom AFC Sunderland nach der Niederlage gegen Fulham

Burnley meldete die entsprechenden Beiträge an Meta, die Muttergesellschaft von Instagram, und forderte entschiedene Unterstützung von der Premier League sowie der Polizei. Der Verein kündigte an, sich für die Identifizierung und strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen einzusetzen.

Kontext: Rassismus-Vorfall in der Champions League

Die aktuellen Vorfälle stehen im Kontext eines mutmaßlichen Rassismus-Vorfalls in der Champions League. Mitte der vergangenen Woche hatte Real Madrids Brasilianer Vinícius Júnior angegeben, im Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon von Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden zu sein. Die UEFA hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Häufung solcher Vorfälle zeigt, dass Rassismus im Fußball weiterhin ein akutes Problem darstellt. Die betroffenen Vereine fordern nun konkrete Maßnahmen von Plattformen und Behörden, um Täter konsequent zu verfolgen und abzuschrecken.

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