Preußen-Coach Ende fordert: „Die Kuh muss schnell vom Eis“ vor Braunschweig-Duell
Preußen-Coach Ende: „Die Kuh muss schnell vom Eis“

Preußen-Coach Ende fordert: „Die Kuh muss schnell vom Eis“ vor Braunschweig-Duell

Neun sieglose Spiele in Serie, Überlebenskampf pur – Zweitligist Preußen Münster darf sich eigentlich keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben. Schon gar nicht am Sonntag im direkten Kellerduell beim Konkurrenten Eintracht Braunschweig (13:30 Uhr, live bei Sky). Trainer Alexander Ende stellt klar: „Die Kuh muss vom Eis – möglichst schnell!“

Dramatische Tabellensituation erfordert dringenden Sieg

Die Lage ist ernst: Die Eintracht liegt auf Rang 13 mit lediglich zwei Punkten Vorsprung vor den auf Platz 15 stehenden „Schwarz-Weiß-Grünen“. Ein Auswärtssieg würde Münster wieder an Braunschweig vorbeiziehen. Mindestens genauso wichtig ist die psychologische Entlastung. „Die Spieler benötigen das Gefühl des Sieges, um zu alter Stärke und Leichtigkeit zurückzufinden“, erklärt Ende, der selbst langsam unter Druck gerät.

Der Coach betont: „Der Trend ist gerade nicht unser Freund. Aber jetzt kommen die Spiele, die wir ziehen sollten. Die Kuh muss vom Eis – so schnell wie möglich!“ Ansonsten droht nach dem 24. Spieltag sogar der Absturz ans Tabellenende.

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Erwartetes körperbetontes Duell in Braunschweig

Ende ahnt, was seine Mannschaft im Stadion an der Hamburger Straße erwartet: „Die Braunschweiger werden sehr körperbetont und Zweikampf-basiert auftreten. Uns im Eins-gegen-Eins über den ganzen Platz verfolgen. Das haben sie schon im Hinspiel gemacht.“ Im Hinspiel setzten sich die Preußen daheim mit 3:1 durch – einer von bislang fünf Liga-Siegen in dieser Saison.

Der Trainer analysiert weiter: „Der Ball geht noch immer oft in die Luft, aber inzwischen bereiten sie auch mehr Dinge fußballerisch vor. Das ist ihre Reaktion auf unser System. Jetzt liegt‘s an uns, wiederum die passende Antwort darauf zu finden.“

Personalsituation entspannt sich leicht

Positiv für Münster: Die Personalsituation entspannt sich etwas. Mikkel Kirkeskov (34), Marco Meyerhöfer (30), Marcel Benger (27, alle nach Grippe), Kapitän Jorrit Hendrix (30, Knieprobleme), Joshua Mees (39, Wade) und Oscar Vilhelmsson (22, muskuläre Beschwerden) sind zurück im Mannschaftstraining. Vilhelmsson hatte im Hinspiel die 1:0-Führung erzielt.

Allerdings fehlen Neuzugang Tobias Raschl (26, Blessur gegen Ex-Club Lautern), Luca Bolay (23, Fersen-Entzündung), Lars Lokotsch (29, Muskelbündelriss) sowie die Kreuzband-Verletzten Simon Scherder (32), Malik Batmaz (25) und Antonio Tikvic (22). Bei Marvin Schulz (31), Marvin Benjamins (23) und Zidan Sertdemir (22, alle kleinere Infekte) entscheidet sich die Einsatzfähigkeit erst nach der Abschlusseinheit am Samstag.

Arbeitsmoral stimmt trotz Fehlerserie

Trotz der negativen Serie – zuletzt eine 2:3-Niederlage gegen Lautern mit eigenen Fehlern bei den Gegentoren – hegt Ende keinerlei Zweifel an der Einstellung seines Teams: „Die Arbeitsmoral stimmt zu 100 Prozent“, versichert der Coach. „Passiert bei uns alles nicht, das sind gute Signale. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich hier etwas entzweit.“

Dennoch ist die Stimmung angespannt: „Die Bewertung hängt immer von Ergebnissen ab. In keinem Verein der Welt gibt es nur Schulterklopfer nach solch einer Serie“, so Ende, der betont: „Ich bin lange genug dabei und weiß, wie es im Fußball läuft.“

In der Vorsaison kehrten die Preußen mit einem 1:1 aus Braunschweig heim – diesmal wäre ein Unentschieden fast zu wenig. Ende muss seine Ankündigung wahr machen und die Kuh vom Eis bringen, bevor der nächste „Einbruch“ die Stimmung rund um die „Adlerträger“ endgültig kippen lässt.

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