Preußen Münster vor Kaiserslautern-Duell: 114 Tage ohne Heimsieg und Personalnot
Preußen Münster: 114 Tage ohne Heimsieg vor Kaiserslautern

Preußen Münster vor Kaiserslautern-Duell: 114 Tage ohne Heimsieg und massive Personalprobleme

Der SC Preußen Münster steht vor einem entscheidenden Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (13:30 Uhr) unter enormem Druck. Die Mannschaft von Chefcoach Alexander Ende wartet seit sage und schreibe 114 Tagen auf einen Dreier im eigenen Stadion an der Hammer Straße. Der letzte Heimsieg datiert vom 31. Oktober, als Holstein Kiel mit 2:1 bezwungen wurde.

Leistungen vorhanden, aber Durchschlagskraft fehlt

Zwar haben die Preußen in jüngster Zeit durchaus ordentliche Leistungen abgerufen, etwa in den Unentschieden gegen Spitzenteams wie Hannover 96 (2:2) oder die SV Elversberg (1:1). Doch diese Punktgewinne reichen nicht aus, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Genau das ist nun das erklärte Ziel gegen die Pfälzer.

Trainer Alexander Ende (46) ahnt, was auf seine Mannschaft zukommt: „Der Ball wird oft in die Luft gehen, ich erwarte ein Kampfspiel.“ Und weiter: „Die Pfälzer werden eklig auftreten. Da müssen wir gegen halten und uns auf intensive Zweikämpfe einstellen.“

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Verletzungspech trifft Münster hart

Die geforderte körperliche Präsenz könnte ausgerechnet durch den Ausfall von Neu-Stürmer Imad Rondic (26) gefährdet sein. Der robuste Bosnier, eine Leihgabe vom 1. FC Köln, knallte im Training mit voller Wucht gegen den Pfosten und zog sich einen dicken Bluterguss am Knie zu. Die Schwellung ist bisher nicht abgeklungen.

Ende zeigte sich frustriert: „Ich habe bei dieser Szene nur gedacht – um Gottes Willen, das darf doch nicht wahr sein.“ Noch gibt er die Hoffnung nicht auf, dass Rondic als Ankerspieler im Angriffszentrum auflaufen kann: „Bis Sonntag sind drei Tage Zeit. Wir müssen abwarten, wie sich das Knie entwickelt.“

Zwölf Spieler fehlen oder wackeln

Die Personalprobleme gehen jedoch weit über Rondic hinaus. Insgesamt muss Ende gegen Kaiserslautern schlimmstenfalls auf zwölf Spieler verzichten. Neben Rondic wackeln Linksverteidiger Marco Meyerhöfer (30), Mittelfeld-Profi Marcel Benger (27), Innenverteidiger Niko Koulis (26) und Offensivmann Marvin Benjamins (23), die alle unter der Woche erkrankt waren.

Definitiv fehlen werden Kapitän Jorrit Hendrix (31) mit einer Kapselstauchung im Knie, Joshua Mees (29/Wadenprobleme), Lars Lokotsch (29/Muskelbündelanriss) und Oscar Vilhelmsson (22). Der Schwede knickte nach seinem Trainings-Comeback erneut um und bleibt weiterhin verletzt. Dazu kommen die drei Kreuzband-Opfer Simon Scherder (32), Malik Batmaz (25) und Antonio Tikvic (22) in der Reha.

Einziger Lichtblick und gegnerische Schwächen

Positiv ist lediglich die Rückkehr von Yassine Bouchama (28) nach einer Rot-Sperre. Wahrscheinlich wird der ballsichere Deutsch-Marokkaner gemeinsam mit Rico Preißinger (29), Oliver Batista-Meier (25) sowie Zidan Sertdemir (22) oder Marvin Schulz (30) die Mittelfeld-Raute bilden.

Im Hinspiel kassierten die Preußen auf dem Betzenberg eine empfindliche 1:4-Schlappe. Doch auch Kaiserslautern ist aktuell weit von seiner Bestform entfernt und muss auf Top-Torschütze Ivan Prtajin (11 Saisontore) verzichten, der mit einem Achillessehnenriss bis Saisonende ausfällt. Am letzten Spieltag reichte es für die Aufstiegskandidaten nur zu einem mühsamen 1:0 gegen Greuther Fürth – quittiert mit lautstarken Pfiffen der eigenen Fans.

Der Druck ist somit an diesem 23. Spieltag der Zweiten Bundesliga riesengroß. Für Preußen Münster geht es um die dringend benötigte Wende nach 114 Tagen ohne Heimsieg, für Kaiserslautern um die Rückkehr in die Erfolgsspur. Ein Duell mit explosiver Mischung aus Verzweiflung und Ambition.

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