Preußen Münster führt Karten-Statistik an: Vom schönen Spiel zum harten Kampf um den Klassenerhalt
Preußen Münster führt Karten-Statistik an: Härterer Kurs

Preußen Münster führt Karten-Statistik an: Vom schönen Spiel zum harten Kampf um den Klassenerhalt

Der SC Preußen Münster hat in der laufenden Saison der 2. Fußball-Bundesliga einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Wurde zu Beginn noch ein laufintensives Rauten-System mit feiner Klinge zelebriert, setzen die Schwarz-Weiß-Grünen nun vermehrt auf Härte und Zweikampfstärke im Kampf um den Klassenerhalt.

Statistischer Spitzenreiter bei Platzverweisen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit insgesamt fünf Platzverweisen in 24 Saisonspielen führen die Preußen die unrühmliche Sünder-Liste der Liga an. Neben einer Ampel-Roten Karte mussten die Münsteraner bereits vier knallrote Karten hinnehmen. Allein Abwehrchef Paul Jaeckel wurde zweimal vorzeitig unter die Dusche geschickt, zuletzt in Braunschweig nach Doppel-Verwarnung in der 88. Minute.

Weitere Spieler, die die rote Karte sahen, sind Niko Koulis (in Karlsruhe), Yassine Bouchama (in Paderborn) und Torhüter Johannes "Jojo" Schenk (gegen Schalke). Insgesamt kassierte das Team bereits 69 gelbe Karten und bildet damit das Schlusslicht in der Fairness-Tabelle der 2. Bundesliga.

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Kurswechsel als Reaktion auf Gegner-Anpassungen

Trainer Alexander Ende (46) und sein Team mussten erkennen, dass das anfangs gelobte Spielsystem zunehmend weniger zielführ end war. Die Gegner hatten sich akribisch auf Münsters Raute vorbereitet, wie etwa Lautern-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem 3:2-Sieg seiner Mannschaft an der Hammer Straße erklärte: "Die Spielverlagerung gegen Preußens Raute hat bestens funktioniert. Sie war der Schlüssel für unseren Sieg!"

Dieser Anpassungsdruck führte zu einem taktischen Umdenken beim Zweitligisten. Der wichtige 1:0-Auswärtssieg in Braunschweig nach neun sieglosen Spielen in Serie bestätigte den neuen Kurs. Kapitän Jorrit Hendrix brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: "Ein wahnsinnig schweres Spiel, viele lange Bälle. Da ging es erst einmal um Zweikämpfe – und erst danach ums Fußballspielen."

Positive Aspekte des härteren Spielstils

Trotz der vielen Karten zeigt der neue Kurs auch positive Seiten. In der Statistik der gewonnenen Zweikämpfe führen die Preußen mit 2793 vor dem 1. FC Nürnberg (2696) und Holstein Kiel (2685). Auch bei den Fouls am Gegner belegen sie mit 324 den zweiten Platz hinter den "Störchen" aus Kiel (328) und knapp vor Schalke 04 (318).

Früherer HSV-Star Nicolai Remberg, der noch engen Kontakt zu seinen ehemaligen Adler-Kollegen pflegt, kommentierte den Wandel treffend: "Man kann in Schönheit sterben. Doch manchmal muss einfach die Schönheit sterben, um zum Erfolg zu kommen."

Ausblick auf die kommenden Spiele

Schon am kommenden Sonntag (8. März, 13:30 Uhr) daheim gegen Hertha BSC sind diese kämpferischen Tugenden wieder gefragt. Kratzen, beißen und Vollgas geben mit viel Leidenschaft - so beschreibt das Team selbst den neuen Weg, der hoffentlich zum ersehnten Klassenerhalt führen wird.

Parallel zum sportlichen Geschehen bietet der beliebte Insider-Podcast "Preußen Privat" Einblicke in das Team. In der aktuellen Folge erzählt Mittelfeld-Allrounder Marvin Schulz (31) unter anderem über seine Jugend-Jahre bei Borussia Mönchengladbach und private Anekdoten aus seinem Leben.

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