Nach der defensiven Meisterleistung seiner Pariser Fußballer in München glaubt Coach Luis Enrique fest an den zweiten Titel nacheinander in der Champions League. „Wir haben allen gezeigt, dass wir schönen Fußball spielen, aber auch kämpfen und leiden können“, sagte der glückliche Trainer von Paris Saint-Germain nach dem 1:1 beim FC Bayern.
Dank des 5:4-Erfolgs im Hinspiel zogen die Franzosen ins Endspiel der Königsklasse gegen den FC Arsenal ein. Die Engländer waren zwar das beste Team der Ligaphase und haben in dieser Champions-League-Saison noch keines ihrer bislang 14 Spiele verloren, doch Enrique schreckt das nicht. „Ich habe dermaßen Vertrauen in meine Mannschaft“, unterstrich er. Das Endspiel um den wichtigsten Pokal im europäischen Clubfußball steigt am 30. Mai in Budapest.
Clubchef lobt „23 Krieger“
Der PSG-Trainer war stolz auf die Leistung seines Teams in der Allianz Arena. Vor allem, weil es anders als noch in der Woche zuvor in der Abwehr überragte und die Münchner Stürmerstars verzweifeln ließ. „Wir haben gezeigt, was für eine Mannschaft wir sind“, lobte der Spanier. „Wir haben gezeigt, dass wir auch im tiefen Block verteidigen können. Eigentlich haben wir dazu nicht die Spieler, aber weil wir es mussten, haben wir es dennoch geschafft. Das ist unsere große Stärke.“
Clubchef Nasser Al-Khelaifi lobte die Spieler als „23 Krieger“. Jungstar Désiré Doué meinte: „Das ist ein Sieg, bei dem jeder für den anderen gekämpft hat.“
Die Franzosen waren durch ein frühes Tor von Ousmane Dembélé in Führung gegangen (3. Minute). Der Ausgleich der Bayern durch Harry Kane in der Nachspielzeit kam zu spät, um PSG am Weiterkommen zu hindern.
Jungstar mahnt nach Finaleinzug
Ein Jahr nach dem famosen 5:0-Triumph im Endspiel gegen Inter Mailand - in München - soll nun gegen Arsenal der nächste Coup folgen. „Wir lassen uns nicht hinreißen. Wir bleiben bescheiden. Aber wir wissen, was wir wollen“, sagte der 20-jährige Doué. Sein Kapitän Marquinhos appellierte, „die richtige Mentalität zu bewahren“.



