Champions League: PSG-Star Kvaratskhelia dominiert gegen Liverpool
Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League setzte Paris Saint-Germain ein deutliches Ausrufezeichen. Mit einem souveränen 2:0-Erfolg gegen den FC Liverpool verschaffte sich das Team von Trainer Luis Enrique eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel an der Anfield Road. Im Mittelpunkt des Abends stand der georgische Nationalspieler Khvicha Kvaratskhelia, der mit einer herausragenden Leistung glänzte und von der französischen Presse überschwänglich gefeiert wurde.
Traumtor und historische Bilanz
Kvaratskhelia erzielte in der 65. Minute das entscheidende 2:0 und krönte damit ein insgesamt starkes Spiel. Sein Tor unterstrich die gesamte Klasse des Offensivspielers: Nach einem perfekt getimten Steilpass ließ er seine Schnelligkeit aufblitzen, spielte seinen Gegenspieler mühelos aus und umkurvte dann auch noch Liverpools Torhüter Giorgi Mamardashvili. Mit dieser brillanten Vorstellung schrieb der 25-Jährige Geschichte: Als erster PSG-Spieler traf er in einer Champions-League-Saison in vier aufeinanderfolgenden K.-o.-Spielen.
Die aktuelle Bilanz des Georgiers unterstreicht seine Topform eindrucksvoll: Acht Tore und fünf Vorlagen in zwölf Königsklassen-Partien sprechen eine deutliche Sprache. Seit seinem Wechsel zu PSG war Kvaratskhelia an mehr Champions-League-Toren beteiligt als jeder andere Spieler im Klub.
Französische Presse im Feierrausch
Das Echo in der französischen Presse fiel entsprechend überschwänglich aus. Le Parisien schrieb von einem neuen „Meisterwerk von Kvaratskhelia“, während RMC Sport einen „perfekten Abend für den Georgier“ ausmachte. L'Équipe vergab die Bestnote für den Auftritt des 25-Jährigen.
Der ehemalige französische Nationalspieler Alain Boghossian zeigte sich ebenfalls begeistert. „Kvaratskhelia ist unaufhaltsam“, zitierte ihn Le Parisien. Die Zeitung verglich den Offensivspieler zudem mit dem „Hulk“ oder dem „grünen Riesen“ – Zuschreibungen, die die Wucht und Dominanz des PSG-Stars treffend beschreiben.
Bittere Erinnerungen für Liverpool
Für den FC Liverpool war der Auftritt des Georgiers aus mehreren Gründen besonders bitter. Nicht nur die deutliche Niederlage schmerzte, sondern auch die Erinnerung an den verpassten Transfer. Kvaratskhelia hätte einst beinahe selbst das Trikot der Reds getragen. Spätestens nach seiner überragenden Saison 2022/23 bei der SSC Neapel – inklusive des 4:1-Siegs gegen Liverpool in der Champions-League-Gruppenphase – galt der als „Kvaradona“ gefeierte Offensivspieler als heißes Transferziel.
Berichten zufolge soll der FC Liverpool im Sommer 2024 bereit gewesen sein, 100 Millionen Euro für ihn zu zahlen. Ein Abschied aus Neapel kam jedoch nicht zustande. Stattdessen griff PSG im Januar 2025 zu, nachdem Kvaratskhelia auf einen Wechsel gedrängt hatte. Die Franzosen überwiesen dem Vernehmen nach eine Ablöse von bis zu 80 Millionen Euro – deutlich weniger als die kolportierte Liverpool-Summe.
Ehrgeizige Aussichten für das Rückspiel
Wie ehrgeizig der Offensivmann ist, zeigte sich nach dem Spiel. Der Georgier war der Meinung, sein Team hätte das Viertelfinalduell bereits entscheiden müssen. „Wir hatten Chancen, mehr Tore zu erzielen, wir hätten mehr Tore erzielen müssen, aber ein 2:0 ist trotzdem ein gutes Resultat“, erklärte Kvaratskhelia bei Canal+.
Mit Blick auf das Rückspiel schlug der Offensivstar deshalb warnende Töne an: „Wir müssen fokussiert bleiben, weil es nach Anfield geht, mit einer super Atmosphäre und darauf bereiten wir uns vor.“ Das Rückspiel steigt am kommenden Dienstag. Durch ein spielfreies Wochenende hat das Team von Trainer Luis Enrique ausreichend Zeit, sich gezielt auf die schwere Aufgabe an der Anfield Road vorzubereiten – mit einem überragenden Kvaratskhelia als Trumpf.



