Union Berlins Ersatzkeeper Raab wird mit spektakulärer Parade zum Helden
Raab wird mit spektakulärer Parade zum Helden

"Scheiß auf die Hand": Raabs heldenhaftes Debüt sichert Union Berlin drei Punkte

In einem dramatischen Bundesliga-Spiel am Sonntagabend wurde der etatmäßige Ersatzkeeper von Union Berlin, Matheo Raab, zum unerwarteten Matchwinner. Mit einer spektakulären Flugparade in der tiefen Nachspielzeit sicherte der 27-Jährige seinem Team den immens wichtigen 1:0 (0:0)-Sieg beim SC Freiburg und feierte damit ein denkwürdiges Debüt im deutschen Oberhaus.

Emotionale Momente nach der Glanztat

Mit bandagierter rechter Hand und wässrigen Augen versuchte Raab nach dem Abpfiff, seine überwältigenden Emotionen in Worte zu fassen. "Ich bin einfach nur unheimlich glücklich", gestand der Keeper im DAZN-Interview und fügte mit charakteristischer Direktheit hinzu: "Scheiß auf die Hand." Dass er sich bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz möglicherweise ernsthaft verletzt hatte, schien in diesem historischen Moment völlig nebensächlich.

Die Premiere des Berliner Torhüters stand nur wenige Augenblicke zuvor bereits vor einem frühzeitigen Ende. In der sechsten Minute der Nachspielzeit klärte Raab mit der Faust einen hohen Ball vor Bruno Ogbus und zog sich dabei eine schmerzhafte Verletzung zu. Während Freiburg vehement Elfmeter forderte, sah Schiedsrichter Sven Jablonski kein strafbares Vergehen.

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Durchhaltewillen unter schwierigen Bedingungen

Die Situation für Union Berlin wurde jedoch prekär, da Trainer Steffen Baumgart bereits alle fünf Wechseloptionen ausgeschöpft hatte. Für Raab bedeutete dies: "Auf die Zähne beißen, irgendwie die Handschuhe wieder anziehen und das Ding über die Bühne bringen." Diese Einstellung zahlte sich nur kurze Zeit später aus, als er mit seiner Glanztat den Sieg für die Hauptstädter besiegelte.

Baumgart zeigte sich nach dem Spiel voll des Lobes für seinen Debütanten: "Er ist ein absoluter Typ." Dass sich Raab mit der Parade für seinen außergewöhnlichen Durchhaltewillen belohnte, zeige "Charakter". Der Trainer atmete auch angesichts des Ergebnisses erleichtert auf, denn der späte Treffer durch Woo-Yeong Jeong in der 92. Minute und Raabs Parade brachten Union Berlin entscheidende Punkte.

Wichtige Punkte im Abstiegskampf

Der Sieg in Freiburg hat für die zuletzt schwächelnden Hauptstädter eine besondere Bedeutung. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nun komfortable sieben Punkte, was die Mannschaft in der laufenden Saison deutlich besser positioniert. Raabs Einsatz wurde notwendig, weil Stammkeeper Frederik Rönnow mit Fußproblemen kämpfte, und der Ersatzkeeper nutzte seine Chance auf beeindruckende Weise.

Die Szene in der Nachspielzeit wird sicherlich als einer der Höhepunkte der Bundesliga-Saison 2025/26 in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der sportlichen Bedeutung, sondern auch wegen der menschlichen Geschichte dahinter: Ein Spieler, der trotz Schmerzen und unter schwierigsten Bedingungen seine Mannschaft zum Sieg führt und dabei zum Helden wird.

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