HSV-Star Remberg gibt Preußen Münster Ratschläge für den Klassenerhalt
Rambos Rettungs-Rat: Preußen muss cleverer werden

HSV-Star Remberg gibt Preußen Münster Ratschläge für den Klassenerhalt

Die Raute stolz auf der Brust, aber den Adler seines Jugendvereins noch immer im Herzen. Nicolai „Rambo“ Remberg (25), der aktuell als Leistungsträger beim Hamburger SV durchstartet und sogar schon ins Blickfeld von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) geraten sein soll, fiebert und leidet nach wie vor mit seinem Ex-Klub Preußen Münster. Trotz der aktuellen Ergebnis-Krise glaubt der Mittelfeldspieler weiterhin fest an den Klassenerhalt der Schwarz-Weiß-Grünen.

Live-Eindrücke vom bitteren Heimspiel

Die meisten Spiele der Preußen verfolgte Remberg bislang am Fernseher. Beim bitteren 2:3 gegen Kaiserslautern am Vorsonntag war er jedoch wieder einmal live im Stadion an der Hammer Straße und drückte auf der Tribüne die Daumen – leider vergeblich. Nachdenklich machte er sich anschließend auf die Heimreise gen Norden.

„Das war von beiden Seiten kein gutes Spiel“, analysiert Remberg. „Der größte Unterschied – Lautern trat viel abgezockter auf. Genau diese Cleverness fehlte Münster. Die Jungs müssen einfach schneller erkennen, wann sie das Tempo anziehen oder das System wechseln müssen.“

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Spielphilosophie mit Augenmaß

Der Mittelfeld-Kämpfer, der im Sommer 2023 mit den Preußen von der Regionalliga in die 3. Liga aufstieg, weiter: „Grundsätzlich finde ich ihren spielerischen Ansatz gut und attraktiv. Aber in manchen Phasen ist es nun mal besser, nicht nur kurz-kurz zu spielen. Das geht dann schnell ins Auge.“ Wie gegen die Pfälzer, als alle drei Gegentore auf individuellen Fehlern basierten.

Deshalb sein gut gemeinter Rat: „Bevor man in Schönheit stirbt, sollte die Schönheit sterben.“ Was ihm zudem Sorgen bereitet – die Sieglos-Serie von mittlerweile neun Partien. Remberg weiß aus eigener Erfahrung: „Da kannst Du noch so cool sein, irgendwann setzt sich das in den Köpfen fest und erhöht den Druck. Dagegen hilft nur ein Dreier.“

Entscheidender Keller-Kracher in Braunschweig

Möglichst schon am Sonntag im Keller-Kracher bei Eintracht Braunschweig (1.3./13:30 Uhr/live bei Sky). „Wenn‘s dort den Auswärtserfolg gibt, klappt‘s auch mit dem Klassenerhalt“, ist Remberg überzeugt. „Dann ist der ganz große Druck erst einmal weg und die Leichtigkeit stellt sich schnell wieder ein.“

Und wenn nicht? „Wird‘s schwer – wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag. Trotzdem hat Preußen genügend Qualität im Kader, um das Ziel zu erreichen.“ Dafür ist allerdings ganz wichtig, dass zeitnah auch die Verletzten wieder fit werden und mitmischen können.

Verletzten-Rückkehr als Schlüsselfaktor

Zum Beispiel Joshua Mees (29), mit dem er selbst noch bei Holstein Kiel zusammen gekickt hat. Oder Marvin Schulz (31) und Kapitän Jorrit Hendrix (31). Remberg, der bis heute engen Kontakt zu vielen Preußen-Profis pflegt, voll des Lobes: „Die haben’s echt drauf, können an guten Tagen den Unterschied ausmachen.“

Der Wahl-Hamburger, der beim HSV sein großes Glück fand, aber nicht vergessen hat, wo seine Karriere begann, betont: „Ich würd‘ mich jedenfalls – auch für die zahlreichen Fans – riesig freuen, wenn Preußen dauerhaft in der 2. Liga aufläuft. Da gehört der Verein für meinen Geschmack hin!“

Verstärkung im medizinischen Bereich

Parallel zu den sportlichen Herausforderungen verstärken die Preußen ihren medizinischen Stab: Individual- und Performance-Coach Alexander Beilenhoff (40) wechselt aus dem Leistungszentrum zur Profi-Mannschaft und soll dort als Reha-Trainer fungieren. Dadurch wird der Bereich Rehabilitation und Prävention noch professioneller aufgestellt.

Beilenhoff soll eng mit Physio Matthias Balthasar (44) zusammenarbeiten, der weiterhin mit seiner Praxis, dem Therapiezentrum Münster, ein wichtiger Baustein in der schwarz-weiß-grünen Reha-Arbeit bleibt. Diese Verstärkung könnte gerade in der aktuellen Verletztenmisere entscheidend sein.

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