RB Leipzig will Topverdiener Klostermann verkaufen: Comeback in Frankfurt als Schaufenster
RB Leipzig will Klostermann verkaufen: Comeback als Schaufenster

Leipzigs Ladenhüter Klostermann: Vom Reservisten zum Werbeträger

Der dienstälteste Profi bei RB Leipzig, Lukas Klostermann, hat beim 3:1-Sieg in Frankfurt ein bemerkenswertes Comeback gefeiert. Der 30-jährige Verteidiger, der in dieser Saison zuvor lediglich auf vier Bundesliga-Einsätze mit insgesamt fünf Spielminuten gekommen war, musste plötzlich 90 Minuten durchspielen und überzeugte dabei seine Teamkollegen.

Unfreiwilliges Startelf-Comeback nach Monaten auf der Bank

Dass Klostermann in Frankfurt sein 333. Spiel für die Sachsen absolvierte und dabei sogar in der Startelf stand, hatte vor dem Spiel kaum jemand erwartet. Der ehemalige DFB-Nationalspieler mit 22 Länderspielen spielte bei RB Leipzig seit Monaten keine Rolle mehr. Doch Verletzungen von Abwehrchef Willi Orban (33, Oberschenkel) und Castello Lukeba (23) zwangen Trainer Marco Rose zur ungewöhnlichen Personalie.

Christoph Baumgartner, Top-Scorer von RB Leipzig, zeigte sich beeindruckt: „Das war unfassbar beeindruckend. Dass die Saison für ihn schwierig ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber wie er sich tagtäglich verhält und arbeitet, ist unfassbar professionell. Er ist noch immer unfassbar schnell und sehr clever.“

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Perfekte Werbung für den Sommer-Transfer

Obwohl Klostermann die fehlende Spielpraxis in Frankfurt anzumerken war, zeigte er eine solide Leistung und machte damit perfekte Werbung – sowohl für sich selbst als auch für die Verantwortlichen von RB Leipzig. Intern steht nämlich weiterhin fest: Der Topverdiener der Sachsen soll im Sommer den Verein verlassen.

Klostermann verdient inklusive Bonuszahlungen rund 7 Millionen Euro jährlich und hat einen Vertrag bis 2028. In den vergangenen Transferperioden kam ein Abschied nicht infrage, vor allem wegen der Geburt seines Sohnes Leano im März 2025. Mittlerweile soll sich der Verteidiger einen Wechsel aber vorstellen können.

Realistische Ablösesumme und aktuelle Interessentenlage

Mit seinem Auftritt in Frankfurt ist die Wahrscheinlichkeit für einen Transfer gestiegen. Klostermann hat sich in das Bundesliga-„Schaufenster“ gestellt und gezeigt, dass er das Verteidigen nicht verlernt hat. Konkrete Anfragen liegen nach aktuellen Informationen allerdings weiterhin nicht vor.

Sollte sich ein Interessent finden, erscheint als Ablöse maximal eine Summe in der Nähe seines Marktwerts von 3,5 Millionen Euro realistisch. Damit würde RB Leipzig einen der höchstbezahlten Spieler des Kaders von der Gehaltsliste nehmen und gleichzeitig Transfermittel generieren.

Die Leistung in Frankfurt hat bewiesen, dass Klostermann trotz seiner 30 Jahre und der langen Pause von der Startelf noch immer über die Qualitäten verfügt, die ihn einst zum Nationalspieler machten. Für RB Leipzig könnte das Comeback im besten Fall zu einem Win-Win-Geschäft werden: Der Verein reduziert sein Gehaltsgefüge, während Klostermann sich bei einem neuen Verein wieder regelmäßige Spielpraxis erhoffen kann.

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