Antonio Rüdiger verteidigt seine umstrittene Härte: „Teil meiner DNA“
Rüdiger: Härte ist Teil meiner DNA

Antonio Rüdiger verteidigt seine umstrittene Härte: „Teil meiner DNA“

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat seine bisweilen kontroverse Spielweise in einem ausführlichen Interview verteidigt und dabei auch selbstkritische Töne angeschlagen. Der Innenverteidiger von Real Madrid betonte, dass seine Härte auf dem Platz ein wesentlicher Bestandteil seines Spiels sei, ohne den er nur noch halb so effektiv wäre.

Selbstkritik und Verantwortungsbewusstsein

In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich der 33-Jährige Berliner zu den Diskussionen um seine aggressive Spielweise. „Ich will kein Unruheherd sein, sondern Stabilität und Sicherheit geben“, erklärte Rüdiger. Er räumte ein, dass manche seiner Aktionen in der Vergangenheit deutlich über das Ziel hinausgeschossen seien. Die öffentliche Debatte habe ihm noch einmal vor Augen geführt, dass er eine große Verantwortung trage, der er in bestimmten Momenten nicht immer gerecht geworden sei.

Ein aktueller Vorfall sorgte Anfang März für Aufsehen, als Rüdiger beim 0:1 seiner Mannschaft Real Madrid gegen den FC Getafe den am Boden liegenden Gegenspieler Diego Rico im Gesicht traf. Rico beschuldigte den deutschen Nationalspieler, absichtlich gehandelt und ihn schwer verletzen zu können. Der Schiedsrichter ahndete die Szene nicht, während Rüdiger später erklärte, sein Kontrahent habe die Situation übertrieben dargestellt.

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Härte als Erfolgsgeheimnis

Rüdiger begründete seine Spielphilosophie mit klaren Worten: „Ein harter Verteidiger zu sein, ist Teil meiner DNA. Wenn du auf diesem Niveau ein Eins-gegen-eins-Spezialist sein willst, darfst du kein netter Begleiter sein“. Der Abwehrspieler ist überzeugt, dass seine Intensität und sein Spiel an der Grenze ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Diese charakteristische „Kante“ sei genau der Grund gewesen, warum Real Madrid ihn verpflichtet habe.

Der Umgang mit Gegenspielern sei für ihn viel Kopfsache. Rüdiger bereitet sich akribisch mit Videoanalysen vor und weiß genau, bei welchem Kontrahenten er frühzeitig mit physischer Präsenz ein Zeichen setzen muss. Gleichzeitig betont er, kein Sicherheitsrisiko für seine Mannschaften zu sein – „Neun Jahre ohne Rote Karte auf dem Platz stehend, kommen nicht von ungefähr“.

Rolle in der Nationalmannschaft und Zukunftsperspektiven

In der deutschen Nationalmannschaft befindet sich Rüdiger derzeit im Verteidiger-Ranking hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck nur auf dem dritten Platz. Für den anstehenden WM-Sommer in den USA hat der erfahrene Abwehrspieler klare Vorstellungen, wie das deutsche Team erfolgreich sein kann. „Wir müssen wieder dahin kommen, dass es maximal unangenehm ist, gegen Deutschland zu spielen“, forderte Rüdiger. Die Mannschaft müsse als geschlossene Einheit so schwer zu bespielen sein, dass Gegner bereits im Spielertunnel die Lust verlieren.

Seine Aussagen lassen sich so interpretieren, dass Deutschland mehr von seiner Spielweise übernehmen müsse, um Weltmeister werden zu können. Rüdiger bleibt damit seiner Linie treu: Ohne die charakteristische Härte und Entschlossenheit, die ihn auszeichnen, wäre er nur noch die Hälfte des Spielers, der er heute ist.

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