Real Madrid und PSG erreichen Champions League Achtelfinale
Eine Woche nach dem vielbeachteten Rassismus-Eklat hat Real Madrid den Einzug ins Achtelfinale der Champions League geschafft. Die Königlichen setzten sich am Mittwochabend im Playoff-Rückspiel gegen Benfica Lissabon mit 2:1 durch. Gleichzeitig sicherte sich auch Titelverteidiger Paris St. Germain durch ein 2:2 im französischen Duell gegen die AS Monaco den Platz in der Runde der letzten 16 Mannschaften.
Enge Partie im Estadio Santiago Bernabéu
Das Spiel zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon entwickelte sich zu einer äußerst spannenden und engen Begegnung. Die Portugiesen gingen bereits in der 14. Minute durch Rafa Silva in Führung, doch Real Madrid reagierte prompt. Nur zwei Minuten später gelang Aurélien Tchouameni der verdiente Ausgleich zum 1:1.
Die entscheidende Wende brachte dann Vinícius Júnior in der 80. Spielminute. Der brasilianische Stürmer, der eine Woche zuvor im Zentrum des Rassismus-Eklats gestanden hatte, erzielte den Siegtreffer für die Madrilenen. Nach seinem Tor feierte er erneut mit seinem charakteristischen Tanz an der Eckfahne - eine Geste, die in der Vorwoche für kontroverse Diskussionen gesorgt hatte.
Benfica kämpft trotz personeller Probleme
Die portugiesische Mannschaft musste im wichtigen Rückspiel auf mehrere Schlüsselspieler verzichten. Trainer José Mourinho war aufgrund einer Sperre nicht an der Seitenlinie, und auch Gianluca Prestianni fehlte nach den Vorfällen der Vorwoche. Der Argentinier war nach mutmaßlichen Beleidigungen gegen Vinícius Júnior von der UEFA vorläufig gesperrt worden.
Trotz dieser personellen Einschränkungen zeigte Benfica Lissabon eine mutige Leistung und kämpfte bis zur letzten Minute um den Einzug in die nächste Runde. Der Protest gegen die Sperre von Prestianni hatte im Vorfeld des Spiels keine Wirkung gezeigt, doch die Portugiesen bewiesen auch ohne ihren Stürmer Kampfgeist und Spielqualität.
PSG behauptet sich im französischen Duell
Parallel zum Spiel in Madrid entwickelte sich auch die Begegnung zwischen Paris St. Germain und der AS Monaco zu einem packenden Fußballspektakel. Nach einer 2:3-Niederlage im Hinspiel ging Monaco im Rückspiel mutig in Führung. Maghnes Akliouche erzielte kurz vor der Halbzeitpause das 1:0 für die Monegassen.
Die zweite Hälfte brachte dann mehrere Wendungen. Unmittelbar nach einer Gelb-Roten Karte für AS-Mittelfeldspieler Mamadou Coulibaly in der 60. Minute glich Marquinhos für Paris St. Germain aus. Nur sechs Minuten später sorgte Chwitscha Kwarazchelia mit dem 2:1 für die entscheidende Wende.
Obwohl Monaco in Unterzahl spielte, machte Jordan Teze in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit seinem Treffer zum 2:2 das Spiel noch einmal spannend. Letztlich reichte das Unentschieden jedoch für Paris St. Germain, um sich den Achtelfinaleinzug zu sichern.
Real ohne verletzten Superstar
Real Madrid musste im entscheidenden Playoff-Spiel auf den verletzten Kylian Mbappé verzichten. Der französische Stürmer, der normalerweise eine zentrale Rolle im Angriff der Königlichen spielt, fehlte aufgrund einer Verletzung. Dennoch zeigte das Team von Coach Álvaro Arbeloa eine überzeugende Mannschaftsleistung und bewies, dass es auch ohne seinen Superstar erfolgreich sein kann.
Die Madrilenen kombinierten geschickt und zeigten vor heimischer Kulisse im voll besetzten Estadio Santiago Bernabéu eine reife Leistung. Besonders die Defensive stand sicher, während im Mittelfeld und Angriff die nötige Kreativität für die entscheidenden Tore vorhanden war.
Mit diesem Erfolg hat Real Madrid einen wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Die Mannschaft zeigt sich in dieser Champions League-Saison äußerst stabil und kann auf eine breite Kaderbasis zurückgreifen. Auch Paris St. Germain demonstrierte mit dem Weiterkommen, dass der Titelverteidiger trotz personeller Veränderungen weiterhin zu den Top-Favoriten im europäischen Fußball gehört.



