Reitz-Transfer nach Leipzig: Borussia-Boss erwartet baldige Klärung
Der Wechsel von Borussia Mönchengladbachs Vize-Kapitän Rocco Reitz zum Bundesliga-Konkurrenten RB Leipzig steht offenbar kurz bevor. Sportdirektor Rouven Schröder äußerte sich am Vorabend des Spiels gegen den FC St. Pauli deutlich zu den anhaltenden Transfergerüchten und signalisierte, dass eine Entscheidung in Kürze fallen könnte.
Verhandlungen über Ablösesumme laufen
Bereits seit Wochen gilt der 23-jährige Mittelfeldspieler als heiß begehrtes Ziel der Leipziger. Medienberichten zufolge haben sich Verein und Spieler bereits grundsätzlich geeinigt, nun verhandeln die Klubs über die genaue Ablösesumme. Obwohl in Reitz' Vertrag eine Ausstiegsklausel von etwa 25 Millionen Euro festgeschrieben ist, laufen Gespräche darüber, diese Summe auf rund 20 Millionen Euro zu reduzieren.
„Wenn es eine Einigung gegeben hat, ist die zwischen Spieler und dem eventuell neuen Klub“, erklärte Schröder in einer Pressekonferenz. „Das ist grundsätzlich schon ein längeres Thema, dass Rocco sehr gefragt ist. Und dass sicherlich da ein Verein ist, der deutlich konkreter dort eingestiegen ist und sich den Spieler natürlich auch für das nächste Jahr wünscht.“
Schröder: „Sehr, sehr unwahrscheinlich“ dass Reitz bleibt
Der Borussia-Boss machte deutlich, dass ein Verbleib des wertvollen Spielers kaum noch realistisch erscheint. „Dass der Rocco im nächsten Jahr noch bei uns ist, ist sehr, sehr unwahrscheinlich“, so Schröder. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung einer angemessenen finanziellen Kompensation für den Verein: „Rocco hat für uns einen eminent wichtigen Wert. Ich glaube, das müssen wir nicht immer wieder betonen. Und da geht es einfach darum, dass beide Vereine gewisse Interessen haben.“
Schröder versicherte den Fans, dass der Verein alles daran setzen werde, die bestmöglichen Bedingungen für Borussia auszuhandeln: „Die Leute können aber sicher sein, dass wir maximal versuchen, für Borussia einen guten Job zu erledigen.“
Entscheidung soll nicht mehr lange auf sich warten lassen
Besonders bemerkenswert war Schröders Aussage zum zeitlichen Rahmen des möglichen Transfers. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das jetzt noch ellenlang zieht“, erklärte der Sportdirektor. „Ich halte es für wichtig, dass es irgendwann eine Entscheidung geben muss. Wir stehen auch dafür, dass wir jetzt transparent mit den Dingen umgehen – und Entscheidungen müssen getroffen werden. Deshalb ist es sicherlich kein Thema mehr für die nächsten Wochen.“
Diese klaren Worte deuten darauf hin, dass die Verhandlungen zwischen den Vereinen in eine entscheidende Phase getreten sind. Für Borussia Mönchengladbach bedeutet der mögliche Abgang ihres Vize-Kapitäns einen erheblichen sportlichen Verlust, den der Verein finanziell bestmöglich kompensieren möchte.
Der 23-jährige Reitz hat sich in den vergangenen Spielzeiten zu einer tragenden Säule der Gladbacher Mannschaft entwickelt und gilt als einer der vielversprechendsten deutschen Mittelfeldspieler seiner Generation. Sein Wechsel zu RB Leipzig würde die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga spürbar verschieben und die Leipziger für die kommende Saison deutlich stärken.



