Rekordschiedsrichterin Riem Hussein beendet nach 156 Spielen Karriere
Riem Hussein hört nach 156 Bundesliga-Spielen auf

Die deutsche Rekordschiedsrichterin Riem Hussein beendet nach mehr als zwei Jahrzehnten ihre aktive Karriere. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mitteilte, wird die 44-Jährige am Samstag beim Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München zum 156. und letzten Mal in der Frauen-Bundesliga an der Pfeife stehen. Damit hält sie den Rekord für die meisten Einsätze einer Schiedsrichterin in Deutschlands höchster Spielklasse.

Besonderer Abschied in Hamburg

Dass ihr letztes Spiel ausgerechnet in Hamburg stattfindet, hat für Hussein eine besondere Bedeutung. Die gebürtige Bad Harzburgerin hatte ihre erste Bundesliga-Partie ebenfalls in der Hansestadt gepfiffen. Laut DFB-Mitteilung mache der letzte Einsatz an diesem Ort den Abschied „noch einmal ganz besonders“. Sie nehme die Erfahrung „mit großer Dankbarkeit im Herzen“ mit.

Vom Fußballfeld zur Schiedsrichterin

Hussein war zunächst selbst Fußballerin und spielte unter anderem in der 2. Liga für den MTV Wolfenbüttel. 2005 begann sie ihre Laufbahn als Schiedsrichterin, debütierte bereits ein Jahr später in der Bundesliga und wurde 2009 in die FIFA-Liste aufgenommen. Rückblickend sagte Hussein, sie habe zu Beginn ihrer Karriere „keine große Vision“ gehabt, wohin der Weg führen könnte. Sie habe jedoch gespürt, dass man ihr die Aufgabe zutraue – und diese Chance habe sie nutzen wollen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zukunft im Fußball

Dem Fußball will die promovierte Apothekerin auch künftig verbunden bleiben. Geplant sind Aufgaben im Bereich des Videoassistenten sowie in der Ausbildung junger Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Ganz ohne Wehmut fällt der Abschied dennoch nicht aus. Besonders werde sie es vermissen, „hochklassigen Fußball aus der besten Perspektive zu erleben“.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration