Manolis Saliakas: Vom Reservisten zur Offensivwaffe beim FC St. Pauli
Beim 1:0-Auswärtssieg des FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim war es eine Szene von entscheidender Bedeutung. Kurz vor der Halbzeitpause flankte Manolis Saliakas nach einem feinen Zuspiel von Joel Chima Fujita präzise in den Strafraum. Mathias Pereira Lage benötigte lediglich eine Kopfballbewegung, um seinen ersten Bundesligatreffer zu erzielen. Der Franzose betonte nach dem Spiel: „Dieses Tor gehört zu achtzig Prozent Manos.“
Fünfte Torvorlage in fünf Spielen
Es handelt sich keineswegs um einen Einzelfall, dass Saliakas in den vergangenen Wochen an wichtigen Treffern der Hamburger beteiligt war. Für den „verrückten Griechen“, wie ihn Trainer Alexander Blessin vor Kurzem charakterisierte, markierte die Vorlage in Hoffenheim bereits die fünfte Torbeteiligung innerhalb der letzten fünf Partien. Eine bemerkenswerte Entwicklung für einen Spieler, der bis vor wenigen Wochen noch regelmäßig auf der Ersatzbank Platz nehmen musste.
Erst Ende Januar kehrte Saliakas in die Startformation zurück, nachdem Blessin seinen direkten Konkurrenten Arkadiusz Pyrka auf die linke defensive Seite verlegt hatte. Der Grieche nutzte seine Chance von Beginn an:
- Beim Auswärtsspiel in Augsburg (1:2) erkämpfte er einen Elfmeter
- Gegen Stuttgart (2:1) erzielte er seinen zweiten Saisontreffer
- Sowohl gegen Werder Bremen (2:1) als auch in Hoffenheim bereitete er jeweils ein Tor vor
Aufstieg zum zweitbesten Scorer der Mannschaft
Mit nunmehr fünf Scorer-Punkten – zwei eigene Tore und drei Torvorlagen – hat sich Saliakas zum zweitbesten Offensivspieler hinter Danel Sinani in der aktuellen Saison beim FC St. Pauli entwickelt. Möglicherweise tragen auch private Veränderungen zu dieser Leistungssteigerung bei. Nach seinem Treffer gegen Stuttgart zelebrierte Saliakas den Jubel mit einer typischen Baby-Geste und verriet: „Meine Frau und ich erwarten im Juni einen Jungen.“
Warum Blessin ihn den „verrückten Griechen“ nennt
Trainer Alexander Blessin erläuterte seine besondere Bezeichnung für den Verteidiger: „Ich mag ihn einfach vom Charakter, vom Typ. Er ist ein verrückter Grieche. Das macht einfach Spaß, ihn da mit anzusehen. Er ist auch in der Kabine ein wichtiger Faktor. Man lacht immer mit ihm, das ist auch immer wichtig. Und man weiß auf dem Spielfeld immer, was man kriegt.“ Und gegenwärtig erhält der FC St. Pauli von Saliakas vor allem eines: zahlreiche Scorer-Punkte und eine kontinuierlich steigende offensive Wirkung.
Die Entwicklung des 29-Jährigen vom Reservisten zur festen Größe in der Startelf und wichtigen Offensivkraft unterstreicht die taktische Flexibilität von Trainer Blessin. Saliakas beweist, dass auch defensive Spieler entscheidend zum Torerfolg beitragen können und sich durch kontinuierliche Leistungsbereitschaft einen Stammplatz erkämpfen können.



