Sammer verteidigt Arsenal mit deutlichen Worten
Matthias Sammer (58) hat im Vorfeld des Champions-League-Spiels zwischen Arsenal und Bayer Leverkusen eine klare Ansage an die Kritiker der Gunners gemacht. Der Europameister von 1996 ließ in einem Gespräch mit Mats Hummels (37) bei Amazon Prime kein gutes Haar an den Vorwürfen gegen den Spielstil von Trainer Mikel Artetas Team.
„Es gibt keine B-Noten im Fußball“
„Zu Arsenal wollte ich nur eins sagen“, begann Sammer sein Statement und fügte mit Nachdruck hinzu: „Die sollen alle ihren Mund halten. Es gibt keine B-Noten im Fußball. Es geht im Fußball um Titel. Und wer Titel holt, hat Recht.“ Der ehemalige Nationalspieler zeigte sich verärgert über die anhaltende Diskussion um die Spielphilosophie des Londoner Clubs.
Sammer weiter: „Wenn es so kommen sollte, sollte man nicht vergessen, wie sie in der Hinrunde Fußball gespielt haben. Denen muss langweilig auf der Insel sein, um so einen Blödsinn zu erzählen.“ Damit bezog er sich auf die Kritik zahlreicher Experten und gegnerischer Trainer, die Arsenal einen unattraktiven und rein ergebnisorientierten Spielstil vorwerfen.
Hummels bestätigt pragmatischen Ansatz
Mats Hummels äußerte sich in derselben Sendung ebenfalls zum Spielstil der Gunners: „Es ist nicht schön anzusehen, aber es ist pragmatisch. Oft sind sie besser als der Gegner. Ich schaue es mir auch nicht gern an. Mich hat es wenig vom Hocker gerissen. Da war ich beim ESC euphorischer, als wir von anderen Ländern mal einen Punkt bekommen haben.“
In den vergangenen Wochen hatten sich insbesondere Trainer wie Fabian Hürzeler von Brighton & Hove Albion negativ zu den Standardvarianten und der taktischen Ausrichtung von Arsenal geäußert. Dem Team wird vorgeworfen, nicht auf attraktiven Fußball, sondern ausschließlich auf Siege ausgerichtet zu sein.
Sammer fordert Respekt vor Titelerfolgen
Abschließend richtete Sammer deutliche Worte an einen der Kritiker: „Fabi Hürzeler, ich schätze ihn sehr, bevor du so eine Mannschaft kritisierst, musst du drei Titel geholt haben und nicht mal mit Pauli aufgestiegen sein. Das gehört sich einfach nicht. Da muss man Respekt walten lassen.“
Die sportliche Bilanz von Arsenal gibt Sammers Position aktuell Recht: In der Premier League führt das Team mit neun Punkten Vorsprung vor Manchester City, wobei City noch ein Spiel weniger absolviert hat. Im FA-Cup steht Arsenal im Viertelfinale, und in der Champions League kämpft man mit Bayer Leverkusen um den Einzug ins Viertelfinale. Die titelorientierte Ausrichtung scheint somit Früchte zu tragen, auch wenn der Weg dorthin nicht immer ästhetisch ansprechend ist.



