Schalke 04: Selbstzerfleischung statt Aufstiegskampf?
Schalke 04: Selbstzerfleischung statt Aufstiegskampf

Schalke 04: Selbstzerfleischung statt Aufstiegskampf?

Seit Monaten predigt Trainer Miron Muslic (43) gebetsmühlenartig eine Wagenburg-Mentalität: „Wir werden unseren Weg gehen und lassen uns von niemandem davon abbringen!“ Eigentlich meint der Schalke-Chef Negativ-Einflüsse von außen – doch die braucht es gar nicht. Der Ex-Tabellenführer schafft es ganz allein, sich selbst zu zerlegen.

Tönnies-Diskussion spaltet den Verein

Die Ultras drehen durch und können vor Aufregung nicht mehr schlafen, weil Ex-Chef Clemens Tönnies (69) vielleicht einen Posten im königsblauen Ehrenpräsidium bekommen soll. Gegen Dresden (2:2) zeigten sie beleidigende Abscheulich-Plakate mit Aufschriften wie „Schweinepriester, Rassist, Ekelschwein“. Dass der mögliche Tönnies-„Job“ im Verein so wichtig wie der eines Ordners am trainingsfreien Tag ist, interessiert die Ultras nicht.

Mächtige Sponsoren wie HRS, Hagedorn und Stölting solidarisierten sich mit Tönnies in einem Brief an den Vorstand und forderten sogar Strafanzeige. Die offizielle Klub-Reaktion fiel butterweich aus: „Weder Plakate, die Einzelpersonen beleidigen, noch Briefe, die innerhalb kürzester Zeit bewusst an Medien gegeben werden, helfen Schalke dabei, seine Ziele zu erreichen.“ Diese Antwort dürfte die Ultras freuen – bei anderen sorgt sie nur für Kopfschütteln und Entzweiung.

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Dzeko-Frust und Abwehr-Alarm

Edin Dzeko (39) hat sich seinen Schalke-Start anders vorgestellt: Zwar traf der Star-Stürmer schon dreimal, konnte aber noch nicht gewinnen. Nach dem Dresden-Spiel klang es so, als ob er mit seiner frühen Auswechslung nicht einverstanden gewesen wäre. Außerdem schlägt Dzeko Abwehr-Alarm: Schon sechs Gegentore in der Rückrunde stehen nur zehn in der gesamten Hinrunde gegenüber. Schalke ist seit fünf Spieltagen sieglos und in diesem Zeitraum Vorletzter der Zweitligatabelle!

Spieler-Knatsch und Kabinen-Klima

Gegen Lautern (2:2) feierte Zaid Tchibara (19) nach Kreuzbandriss noch sein Comeback mit Torvorbereitung. Eine Woche später schmiss Muslic ihn fürs Bochum-Spiel (0:2) aus dem Kader, weil der Togoer zu spät zur Teamsitzung kam.

Im selben Spiel machte Nikola Katic (29) Mertcan Ayhan (19) nur Sekunden vor der Pause noch auf dem Platz und für jeden sichtbar zur Schnecke. Der Abwehr-Boss schrie den Jung-Profi lautstark an, anstatt ihn für die Öffentlichkeit unsichtbar in der Kabine zu kritisieren. Vor allem auch, weil Katic selbst ein schlechtes Spiel in Bochum ablieferte.

Apropos Kabine: Aus der ist zu hören, dass mittlerweile viel – manchen Spielern zu viel – Bosnisch beziehungsweise Kroatisch gesprochen wird. Eines der meistgenutzten Worte soll demnach „Brate“ (auf Deutsch „Bruder“) sein – und einigen Kickern gehörig auf die Nerven gehen.

Schalke macht sich das eigene Aufstiegs-Leben schwer und zerlegt sich selbst! Die interne Zerrissenheit droht den Traum von der Rückkehr in die Bundesliga zu zerstören, noch bevor er richtig begonnen hat.

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