Schalke kämpft um Dzeko: DFB-Verhandlung über Sperre nach Platzverweis
Der FC Schalke 04 setzt alles daran, seinen Top-Stürmer Edin Dzeko für die entscheidenden Aufstiegsspiele zu behalten. Nach dem Platzverweis im Spiel gegen Hannover 96 droht dem 40-jährigen Bosnier eine Zweispielsperre. Der Verein hat nun formell Einspruch eingelegt, was zu einer mündlichen Verhandlung beim Deutschen Fußball-Bund führt.
Verhandlungstermin am Donnerstag angesetzt
Am Donnerstag um 12:30 Uhr wird beim DFB über den Fall verhandelt. Sportvorstand Frank Baumann wird persönlich anwesend sein, und auch Edin Dzeko selbst soll zu dem Vorfall aussagen. Für den Verein ist die Präsenz des erfahrenen Angreifers von immenser Bedeutung, da er mit sechs Toren in acht Spielen eine Schlüsselfigur im Aufstiegskampf darstellt.
Die Sperre würde Dzeko nicht nur für das anstehende Duell gegen Darmstadt am Samstag ausschließen, sondern auch für die Partie gegen Karlsruhe am 5. April. Ein solches Szenario wäre für Schalke ein schwerer Rückschlag im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg.
Kontroverse um den Platzverweis
Der Platzverweis von Schiedsrichter Robin Braun sorgte für erhebliche Diskussionen. Sportdirektor Youri Mulder bezeichnete die Entscheidung als „klare Fehlentscheidung“, während Cheftrainer Miron Muslic den Stürmer in Schutz nahm. Muslic betonte, jeder erfahrene Fußballspieler wisse, dass es sich nicht um einen regelwidrigen Foul handele.
Schiedsrichter Braun begründete seine Entscheidung mit der gesundheitsgefährdenden Komponente des Zweikampfs. „Bei Dzeko hat die gesundheitsgefährdende Komponente und das Trefferbild überwogen. Es gab einen klaren Treffer mit der offenen Sohle im Rippenbereich“, erklärte der Unparteiische. Allerdings räumte er ein, dass er dem Spieler keine böse Absicht unterstelle.
Rechtliche Grundlagen und mögliche Folgen
Das DFB-Regelwerk sieht für „rohes Spiel“, bei dem ein Gegenspieler gefährdet oder verletzt wird, eine Mindeststrafe von zwei Spielen vor. Sollte die Sperre aufrechterhalten werden, wäre dies für Schalke ein herber Verlust. Die Klubführung hofft jedoch, dass die Verhandlung zu einer Reduzierung der Strafe führt.
Für die Anhänger des Traditionsvereins bleibt die Situation angespannt. Alle Blicke richten sich nun auf den Donnerstag, wenn der DFB seine endgültige Entscheidung bekannt geben wird. Eine Sperre von nur einem Spiel würde bereits als Erfolg gewertet werden.



