Schalke 04 in der Talfahrt: Trainer Muslic kämpft gegen sportliche und interne Krisen
Während in Düsseldorf und Köln die Karnevalsstimmung auf dem Höhepunkt ist, herrscht beim FC Schalke 04 aktuell alles andere als Feierlaune. Der einstige Herbstmeister der Saison wartet seit fünf aufeinanderfolgenden Spielen auf einen dringend benötigten Dreier. Die Rückrunde begann für die Königsblauen mit einer enttäuschenden Bilanz von sechs kassierten Gegentoren – eine Zahl, die in der gesamten Hinrunde bei lediglich zehn Treffern lag.
Die drohende Gefahr: Absturz auf den fünften Tabellenplatz
Die Situation spitzt sich zu: Eine Niederlage im anstehenden Auswärtsspiel in Kiel könnte für Schalke den Absturz auf den fünften Tabellenplatz bedeuten. Dies wäre ein herber Rückschlag für einen Verein, der noch vor wenigen Wochen die Tabellenspitze anführte. Trainer Miron Muslic (43) kommentiert die angespannte Lage mit den Worten: „Ich bin Cheftrainer auf Schalke – hier ist das ganze Jahr über Karneval!“ Doch hinter dieser scheinbar lockeren Bemerkung verbirgt sich die ernste Realität eines Teams in der Krise.
Brandherde innerhalb des Vereins häufen sich
Neben der sportlichen Misere mehren sich die internen Probleme. Kontrovers diskutierte Plakate über den ehemaligen Klub-Boss Clemens Tönnies (69), Spannungen zwischen Spielern wie Nikola Katic (29) und Mertcan Ayhan (19) auf dem Platz, sowie der Ausschluss von Zaid Tchibara (19) aus dem Kader belasten das Teamklima. Auch Neuzugang Edin Dzeko (39), der mit Schalke bisher sieglos blieb, schlägt Alarm in der Defensive.
Muslic zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Das ist eine wichtige Phase, die dazugehört. Wir haben eine Durststrecke, so wie alle Teams auf der Top 6. Wir werden da einen Weg herausfinden. Die Lösungen sind in unserer Mannschaft.“ Nach der 0:2-Niederlage gegen Bochum kündigte der Trainer selbstbewusst an, dass seine Mannschaft zurückschlagen werde.
Integration von Neuzugängen als zusätzliche Herausforderung
Gegen Dresden offenbarte sich jedoch ein weiteres Problem: Trotz eines 2:0-Vorsprungs ließ die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nach und spielte insgesamt nur etwa 30 Minuten auf akzeptablem Niveau. Zudem stellt die Integration von vier neuen Spielern – darunter Dzeko, Dejan Ljubicic (28), Adil Aouchiche (23) und Moussa Ndiaye (23) – eine zusätzliche Baustelle dar. Muslic räumt ein: „Wir haben uns mit den neuen Profilen verbessert. Es ist aber nicht einfach, die Jungs rasch zu integrieren.“
Die Uhr tickt für Schalke 04. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Trainer Miron Muslic es schafft, den Verein aus der sportlichen und internen Krise zu führen oder ob der befürchtete Absturz auf Platz 5 Realität wird.



