Schiri für PSG gegen FC Bayern fix: Ärger um Sandro Schärer
Schiri für PSG gegen FC Bayern fix: Ärger um Schärer

Der Schiedsrichter für das Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain steht fest. Die UEFA hat den 37-jährigen Sandro Schärer aus der Schweiz für das Hinspiel des Halbfinals nominiert. Der Referee zählt zu den Aufsteigern seiner Zunft und pfeift seit 2015 auf internationaler Bühne. Allerdings sorgte er in der Vergangenheit bereits für Ärger.

Schlechtes Omen für den FC Bayern?

Bereits in der vergangenen Königsklassen-Saison leitete Schärer ein K.o.-Spiel des FC Bayern – dies könnte als schlechtes Omen gewertet werden. Er pfiff das Hinspiel im Viertelfinale gegen Inter Mailand, das der FC Bayern mit 1:2 verlor. Nach einem 2:2 im Rückspiel schieden die Münchner aus der Champions League aus. Allerdings wurde Schärer bei der Heimniederlage eine tadellose Leistung bescheinigt. 2020 leitete er zudem einen 2:0-Sieg der Bayern gegen Lokomotiv Moskau.

In der laufenden Saison war der Unparteiische erst dreimal in der Königsklasse im Einsatz, unter anderem bei einem 4:0-Sieg von PSG gegen Atalanta Bergamo. Insgesamt bringt es Schärer auf 19 Einsätze in der Champions League, aber nur fünf davon waren K.o.-Spiele.

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Der Schweizer Rebell

Schärer war früher selbst Fußballer und galt als „Rebell“ auf dem Platz, wie der Tagesanzeiger berichtete. Er habe sich regelmäßig echauffiert, oft reklamiert und geglaubt, den Schiedsrichter belehren zu müssen. Schärer selbst sagte: „Ich war ein Schwieriger, ganz schlimm.“ Sein Vater überzeugte ihn schließlich, Schiedsrichter zu werden.

Ärger um Entscheidungen

Zuletzt gab es in der Ligaphase der Champions League Ärger, als sich die AC Milan nach einer 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen über Schärer beschwerte. Der damalige Milan-Trainer Paulo Fonseca prangerte einen verwehrten Elfmeter in der Nachspielzeit an und fühlte sein Team benachteiligt: „Während des Spiels hatte der Schiedsrichter keine Zweifel daran, Entscheidungen gegen uns zu treffen.“

Sprachliche Unstimmigkeiten

Ein weiteres Mal gab es Unstimmigkeiten wegen der Sprache. Schärer spricht fließend Deutsch, was Lille-Präsident Olivier Létang nach einer 1:2-Niederlage gegen den BVB im Achtelfinal-Rückspiel 2024/25 kritisierte: „Als es um die Bestimmung des Schiedsrichters ging, sah ich, dass er Deutsch-Schweizer ist. In der Halbzeitpause hat er mit den Dortmunder Spielern ausschließlich auf Deutsch gesprochen.“

Karriere-Höhepunkte

Schärers bisherige Höhepunkte umfassen das Finale des UEFA Supercups zwischen Real Madrid und Atalanta Bergamo sowie das Finale der UEFA Nations League im Juni 2015. Zudem war er bei der EM 2024 bei zwei Spielen im Einsatz. Nun steht er vor einer der größten Aufgaben seiner Karriere, wenn am Dienstag die Fußballwelt auf den Prinzenpark blickt.

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